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Inside Heute GmbH: Neue Abzock-Masche von Andreas Schmidtlein

Mahnschreiben droht mit Schufa-Eintrag Inside Heute GmbH: Neue Abzock-Masche von Andreas Schmidtlein

Bürger aus Niedersachsen erhalten derzeit Mahnungen von der Inside Heute GmbH oder der Tropmi Payment GmbH. Die Verbraucherzentrale Göttingen rät: sich von Drohungen mit Schufa-Eintrag, juristischen Schritten oder Inkasso-Büros nicht einschüchtern zu lassen und nicht zu zahlen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Wer hinter der üblen Masche steckt, weiß Kathrin Körber von der Göttinger Verbrauchernentrale und Rechtsexpertin für alle niedersächsischen Verbraucherzentralen:

„Geschäftsführer beider Internetseiten ist Andreas Schmidtlein, berüchtigt wegen zahlreicher Abzockereien aus vergangenen Jahren.“

Seine derzeitige Methode mit den Mahnungen von Inside Heute GmbH oder Tropmi Payment GmbH: In den fragwürdigen Zahlungserinnerungen werden die Empfänger aufgefordert, die angeblich unbestrittenen Forderungen in Höhe von bis zu 102 Euro zu zahlen.

Sie sollen für das zweite und letzte Vertragsjahr aus einer vermeintlichen Anmeldung bei opendownload.de, routenplaner-o.de oder auch p2p-heute.com aus den Jahren 2007 oder 2008 gelten.

Zahlungsaufforderungen nicht nachkommen

Wer nicht innerhalb der nächsten sieben Tage zahle, müsse mit einer Meldung an die Schufa rechnen, heißt es in der „2. und letzten Mahnung“. Mit Verweis auf Gerichtsurteile, die angeblich eine Zahlungspflicht begründen, wird mit der Einschaltung eines Rechtsanwalts oder Inkassobüros gedroht.

Als weiteres „Beweismittel“ für die vermeintlich berechtigte Forderung wird in der „Mahnung“ ein Link mit der gespeicherten IP-Adresse aufgeführt.

Rechtsexpertin Körber rät, den Zahlungsaufforderungen nicht nachzukommen und sich nicht einschüchtern zu lassen:

„Denn die Anmeldungen auf den Internetseiten aus den Jahren 2007 und 2008 sind und waren Abofallen. Mit der verbraucherfreundlichen Buttonlösung vom 1. August 2012 ist diese Abzocke nahezu zum Erliegen gekommen.“

Teil der Forderungen bereits verjährt

Dennoch, erläutert Körber weiter, „wird versucht, aus einem alten einträglichen Geschäft neue Gewinne zu erzielen. Selbst wenn der Verbraucher aus Unsicherheit und in Unkenntnis für ein erstes Vertragsjahr Geld bezahlt hat, wird die Forderung für das zweite Vertragsjahr dadurch nicht berechtigter.“

Die Juristin kann daher Entwarnung geben: „Mit einer Zahlung für das erste Vertragsjahr wird diese Internetabzocke weder wirksam noch bestätigt und auch nicht anerkannt. Außerdem ist ein Teil der Forderungen bereits verjährt.“

Andreas Schmidtlein betreibt seit Jahren derartige Schwindelunternehmen, weiß Körber, früher unter „Geschick & Wissen GmbH“ und jetzt betrügerische Inkasso-Geschäfte.

Weitere Infos unter verbraucherschutz.de
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