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„Internetinkasso“ trickst mit Downloads

Nichts anerkennen „Internetinkasso“ trickst mit Downloads

Neuer Ärger für Internet-Nutzer: Derzeit erhalten zahlreiche Verbraucher wiederum Schreiben einer „Deutschen Internetinkasso GmbH (DIG)“ mit einem „Vergleichsangebot“. Die Empfänger sollen „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ 50 Euro für das Herunterladen von Programmen von der Internetseite my-downloads.de (Anbieter Premium Content GmbH) oder download-service.de (Anbieter Content4U) bezahlen. Die Verbraucherzentrale rät: Nichts anerkennen und nichts zahlen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen.  Die Angeschriebenen hatten in der Vergangenheit auf den Internetseiten kostenlos Software herunterladen oder sich anmelden wollen. „Da sie weder den Kostenhinweis noch Informationen zur Mitgliedschaft oder Vertragslaufzeit erkennen konnten, landeten sie in einer Kostenfalle“, erklärt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Göttinger Verbraucherzentrale. „Die Folge waren  Rechnungen und Mahnungen sowie Schreiben von DIG, in denen äußerst nachdrücklich Geldbeträge in Höhe von bis zu 160 Euro eingefordert wurden.“

Nun versendet die DIG aus Heusenstamm erneut unzählige Schreiben mit dem dubiosen  Vergleichsangebot über 50 Euro. Körber: „Im erneuten Schreiben erweckt das Inkassounternehmen stellenweise den Eindruck, als sei ihm der Kunde wichtig.“ „Wir fühlen uns Ihnen gegenüber verpflichtet“, heiße es da. Und weiter: „Dafür gehen wir gerne einen Schritt auf Sie zu und lassen Sie mit dieser Angelegenheit nicht allein.“ Mit Überweisung der 50 Euro seien alle bestehenden Forderungen erledigt, verspricht das Unternehmen.

Kein potentielles  Opfer dieser Internet-Abzockfalle sollte zahlen, rät Körber: „Denn die Kostenpflicht und die Vertragsbindung der vermeintlichen Mitgliedschaft wurden nicht erkannt, ein Vertrag ist deshalb nicht zustande gekommen. Verbraucher sollten sich auch von dem angedrohten gerichtlichen Mahnverfahren im Falle einer Zahlungsverweigerung nicht einschüchtern lassen.“

Buttonlösung
Seit dem 1. August 2012 gilt die sogenannte Buttonlösung: Damit können Verbraucher in Zukunft  besser erkennen, wann sie online für ein Produkt oder eine Dienstleistung zahlen müssen. Der Händler muss auf der letzten Seite des Bestellvorgangs über einen „Kostenpflicht“-Button deutlich machen, dass eine kostenpflichtige Bestellung abgegeben wurde. Nähere Informationen auch unter verbraucherzentrale-niedersachsen.de/besserer-schutz-vor-kostenfallen.
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