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Investoren stehen in Dransfeld Schlange

Großes Interesse an Windparks Investoren stehen in Dransfeld Schlange

In der Samtgemeinde Dransfeld gibt es immer mehr Wünsche nach Windkraftstandorten. Nach dem Energiekonzern Vattenfall haben sich drei weitere Investoren gemeldet, die neue moderne Windräder bauen wollen.

Der schwedische Staatskonzern geht immerhin offen vor, die anderen Investoren halten sich noch bedeckt. Alle drei potenziellen Investoren seien kommerzielle Anbieter aus der Windkraftbranche, sagte Samtgemeindebürgermeister Thomas Galla (CDU) im Bau- und Planungsausschuss. Der Samtgemeinderat ist bereit, weitere Standorte zu prüfen. Der Flächennutzungsplan mit einem Vorranggebiet bei Imbsen ist bereits zwölf Jahre alt. Die Kosten von Voruntersuchung und Planänderung sollte Vattenfall tragen. Mit drei konkurrierenden Bewerbern wird die Kostenfrage voraussichtlich komplizierter. Die Gemeinde werde wohl in Vorleistung treten müssen, um neutrale Gutachten zu bekommen, deutete Galla an. „Wir müssen alle gleich behandeln“, so Galla. „Wir brauchen auch einen gesellschaftlichen Konsens.“ Er verwies auf bereits beschlossene Eckpunkte wie Vogelschutz, Abstandsgebote und Bürgerbeteiligung. Alle Interessenten hätten erklärt, sie hätten bereits Ideen für Bürgerbeteiligung, so Galla. Alle Belange müssten berücksichtigt werden. „Wir sind auch für die zukünftige Energieversorung verantwortlich.“

Der Landkreis gibt mittlerweile vor, dass eine Rotmilan-Kartierung mindestens im Umkreis von drei Kilometern um potenzielle Standorte zu erfolgen hat. Das geht nur in der Brutzeit von März bis Mai. Für Dransfeld ist das folglich erst nächstes Jahr möglich. Ein Aussschussbesucher, ein Arzt aus Löwenhagen, beklagte, dass es Regelungen zum Vogelschutz gebe, aber generelle Abstandsregelungen zu Wohnungen nicht. Er befürchte gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Neue Vorranggebiete für Windenergie sollen auf dem Gebiet der Stadt Dransfeld nicht ausgewiesen werden. Neue Windräder neben dem bestehenden Windpark nördlich der Stadt oder den Bau höherer Anlagen sollten hingegen geprüft werden. Wie bereits in der Samtgemeinde lehnen die Stadtratspolitiker einen Ausbau der Windenergie nicht grundsätzlich ab. Vattenfall hält im Samtgemeindegebiet fünf Flächen für geeignet für neue Windräder. Dazu gehören neben Ossenfeld und Bördel Bereiche östlich und westlich von Jühnde sowie westlich von Varlosen zwischen Ellershausen und Bühren.

Vattenfall sucht flächendeckend in Niedersachsen nach neuen Standorten. Dazu gehören auch Flächen südlich von Gieboldehausen und bei Volkerode an der A 7. Es geht in der Regel um Enercon-Anlagen für das Binnenland mit 135 Meter Nabenhöhe plus 50 Meter Rotorlänge. Die Pflicht zur durchgängigen Befeuerung soll abgeschafft werden.

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