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„Die Aufholjagd hat gerade erst begonnen“

Südniedersachsen-Programm „Die Aufholjagd hat gerade erst begonnen“

Der Jahresbericht 2017 des Südniedersachsen-Programms (SNP) liegt vor. Mittlerweile – zwei Jahre nach dem Beginn des Programms - wurden 26 Projekte mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 101 Millionen Euro bewilligt.

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Ministerpräsident Stephan Weil

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Am Dienstag übergab der SNP-Steuerungsausschuss den 40 Seiten umfassenden Jahresbericht an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Nach dieser Bilanz sind in sechs verschiedenen SNP-Handlungsfeldern insgesamt 31 Anträge gestellt worden. Im Bericht gelistet sind 23 Projekte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 99 Millionen Euro. Inzwischen seien drei weitere Projekte bewilligt worden, mit denen die Investitionssumme auf 101 Millionen Euro ansteigt.

Weil zeigte sich überaus erfreut über die erreichten Fortschritte. „Weit vor der Halbzeitpause” des Programms sei die 100-Millionen-Marke erreicht worden, die laut der ursprünglichen Planung eigentlich bis zum Ende der EU-Förderperiode zusätzlich nach Südniedersachsen fließen sollten. Das Engagement vieler regionaler Akteure habe es möglich gemacht, zwei Jahre nach dem Start des Programms diese Schwelle zu überschreiten.

Die Region habe zudem begriffen, dass “kein Umland ohne Kernstadt und keine Kernstadt ohne Umland” ernsthaft erfolgreich sein könne, erklärte Weil. In den nördlichen und südlichen Nachbarregionen verfolge man die durch das Südniedersachsen-Programm ausgelösten Effekte mit großer Aufmerksamkeit. Er selbst habe noch vor einigen Jahren „nicht ernsthaft” mit einem solchen Erfolg gerechnet. Weil: „Inzwischen tut sich aber wirklich etwas in Südniedersachsen, einer Region, die besonders hart vom demografischen Wandel betroffen ist.”

Mit den Unternehmen Sartorius und Ottobock, sagte Weil, besitze Südniedersachsen eine verheißungsvolle Basis für eine zentrale Rolle in der Gesundheitswirtschaft Deutschlands. Die geplante Totalsanierung des Göttinger Universitätszentrums bis zum Jahr 2030 passe haargenau in diese Zielvorstellung.

Sowohl der Göttinger Landrat Bernhard Reuter als auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (beide SPD), erklärten, einer der wichtigsten Fortschritte, die durch das Südniedersachsen-Programm erreicht worden seien, sei der Teamgeist, mit dem die regionalen Akteure aufgetreten seien. Dem schloss sich auch Weil an: In früheren Zeiten sei Südniedersachsen in Hannover dafür berüchtigt gewesen, miteinander zu konkurrieren statt mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, gemeinsam etwas für die Region zu erreichen.

Reuter warnte davor, sich angesichts der ersten Erfolge zurückzulehnen: „Die Aufholjagd”, erklärte der Landrat, „hat gerade erst begonnen.” Mit deutlichem Optimismus ist Reuter gewillt, diese Aufholjagd fortzusetzen: Der Landrat will nicht ausschließen, dass mit dem Südniedersachsen-Programm schlussendlich bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich in die Region gelenkt werden können.

Im Landtagswahlkampf spielt das Südniedersachsen-Programm ebenfalls eine hervorstechende Rolle: Während die SPD-geführte Landesregierung die Erfolge betont, kritisiert die CDU das Programm scharf: Mit der Behauptung, das SNP habe 100 Millionen Euro in die Region geleitet, führe Weil „die Öffentlichkeit bewusst in die Irre”.

Von Matthias Heinzel

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