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Jahresempfang im Klinikum Göttingen mit Weil und Andretta

Bilanz Jahresempfang im Klinikum Göttingen mit Weil und Andretta

Niedersachsen höchste politische Repräsentanten, nämlich die Landtagspräsidentin Gabriele Andretta und Ministerpräsident Stephan Weil (beide SPD) zählten am Montag zu den mehr als 530 Gästen des Jahresempfangs der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Ein Besucherrekord.

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Jahresempfang 2017 der UMG.
 

Quelle: Niklas Richter

Göttingen.  UMG-Vorstandssprecher Heyo Kroemer begrüßte die Gäste - allerdings nur kurz und mit einer erkältungsbedingt stark angeschlagen Stimme. Seine Rede trug deswegen Kroemers Vorstandskollege Martin Siess vor. In dem Ausblick stellte er die „Universitätsmedizin Göttingen im Wandel: alternativlose Entwicklungen und vielfältige Optionen“ vor. Im vergangenen Jahr haben die rund 7066 Mitarbeiter im Haus 65.700 Patienten behandelt, knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die rund 410.000 ambulanten Kontakte ergeben eine Steigerung um vier Prozent. Die Notaufnahme mit ihren 35 000 Fällen bezeichnete Siess als Vertreter Kroemers als „Brennpunkt”. Insgesamt habe man 700 Millionen Millionen Euro bewegt und im Jahresergebnis „eine schwarze Null” geschafft.

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Jahresempfang des Uniklinikums Göttingen mit Weil und Andretta

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Um auch weiterhin als Dienstleister für die Bürger des Landes Niedersachsen erfolgreich zu arbeiten sei aber eine modernen Infrastruktur nötig. In der UMG sei konsequent und in noch größerem Maße als an der MH Hannover über Jahrzehnte kaum investiert worden. Die Einrichtung eines mehr als zwei Milliarden Euro schweren Sondervermögens auf Landesebene sei deshalb „das größte Highlight der Jahre 2016 und 2017” . „Wir haben einen Masterplan entwickelt und warten jetzt mit einer gewissen Spannung auf die Bewertung durch das Land”, so der Vorstand. „Wesentliche Voraussetzungen sind vorhanden, jetzt muss eine zeitnahe Umsetzung erfolgen”, sage Siess.

Zwei weitere Projekte, die Erneuerung der IT für 23 Millionen Euro und der Beginn des Baus eines neuen Bettenhaus seinen auf dem Weg, fertig gestellt wurde das Herzforschungszentrum DZHK. Auch in diesem „Leuchtturm” werde erfolgreiche Forschung betreiben, Preise und Auszeichnungen, die in diesem Jahr an Wissenschaftler der UMG gingen, zeigten, “wie der Göttingen Campus funktioniert”: Nämlich durch Zusammenarbeit, beispielsweise zwischen MPI, UMG und DZHK. Das sei auch Basis des Vorgehens in der Exzellenzstrategie; die UMG ist an zwei Clustern beteiligt. Siess dankte Unipräsidentin Ulrike Beisiegel für die „enge Zusammenarbeit”.

Die wichtigste Ressource aber seien die Mitarbeiter. Siess stellte auch neue Chefärzte vor: Luise Poustka (Kinder- und Jugendpsychiatrie), Ingo Kutschka (Herzchirurgie) und Dirk Beutner (HNO-Klinik). Im nächsten Jahr beginne zudem eine neue Pflegedirektorin, Helle Dokken. Der Vorstand schloss mit einer kleinen Geschichte. „Ich hatte Anfang November unseren Chirurgen Michael Ghadimi in der Angelegenheit eines externen Patienten um Rat gebeten”. Für dessen schnelle Hilfe habe er sich bedankt und darauf folgende „chirurgisch kurze” Antwort erhalten: „Mensch in Not, ist Mensch in Not. Immer und jederzeit.“ Vielleicht könne man das ja als Motto über die UMG schreiben.

Weil, der schon bei der Ankunft vom Personalrat und der Gewerkschaft Verdi daran erinnert wurde, Wort zu halten und eine Personalbemessungsgrenze in der Pflege zu realisieren, sprach von „bewegte Zeiten”. In der Politik aber auch in der UMG. Der Pflegenotstand sein ebenso eine Herausforderung wie der Ärztemangel. „Diese Probleme werden wir konsequent bearbeiten”, so der Ministerpräsident. Zum Thema Infrastruktur an der UMG sagte er, dass in den jüngsten Koalitionsgesprächen in Hannover „über alle Parteigrenzen hinweg” Konsens darüber bestehe, die Sanierung anzugehen. Nach der Einrichtung eines Sondervermögens seinen nun organisatorische Schritte an der Reihe, eine anstrengende Zeit stehe bevor. Aber, so Weil: „Wir sind stolz auf das, was hier bei Ihnen passiert”.

Von Britta Bielefeld

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