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Japaner suchen in Rosdorf Konzepte für Energiewende

Abgeordnete zu Besuch Japaner suchen in Rosdorf Konzepte für Energiewende

Japan setzt nach dem Atomunglück in Fukushima auch auf erneuerbare Energien – zumindest die kleine, neue Partei „Partei aller“. Eine Gruppe Abgeordneter mit dem Parteivorsitzenden Yoshimi Watanabe besuchte am Freitag nach Kopenhagen und Berlin auch Göttingen und die Biogasanlage bei Rosdorf auf der Suche nach praktikablen Konzepten.

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Maisberg für den Biogastank: Jan Hampe (li.) erklärt Parteichef Watanabe die Rosdorfer Anlage.

Quelle: CH

Rosdorf. In Rosdorf erläuterte Maschinenring-Geschäftsführer Jan Hampe das Konzept von Strom- und Wärmeproduktion mit Mais, Gülle und Mist aus einem Zehn-Kilometer-Umkreis. Maisanbau lohne sich, so Hampe, „Landwirtschaft macht Spaß in Europa.“ Preise, Kosten und Logistik der Acht-Millionen-Euro-Investition der Landwirtschaft in Rosdorf interessierten die japanischen Politiker. 85 Prozent Wirkungsgrad schaffe kein Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerk, versicherte Hampe.

53 Atomkraftwerke

Derzeit sind in Japan nur zwei von 53 Atomkraftwerken am Netz. Die regierende konservative Liberaldemokratische Partei will die Anlagen ab Juli aber wieder anschalten „Wir sind dagegen“, erklärte der „Partei aller“-Abgeordnete Kouta Matsuda. „Wir wollen einen Wandel.“ Die neun Monopole der Energiekonzerne müssten dereguliert werden. In Japan gebe es mehr Sonne als in Deutschland und Möglichkeiten für Geothermie. Nach Ansicht des wissenschaftlichen Beraters Hisashi Kajiyama, der in Deutschland studierte und schon früher das Bioenergiedorf Jühnde besuchte, gibt es in Japan auch genügend Biomasse. Bislang gebe es nur zehn Biogasanlagen, die nicht richtig funktionierten. „Uns fehlt das Know-how.“

Bürgerbeteiligung

Interessiert waren die japanischen Politiker auch daran, wie in Südniedersachsen Bürgerbeteiligung organisiert wird. „Den Prozess in Jühnde finde ich gut, wir waren beeindruckt“, sagte der Volkswirtschaftler Kajiyama. Er werde Botschafter in Japan sein, erklärte Parteichef Watanabe nach einem abschließenden Gespräch mit Vertretern aus der Region, darunter Landrat Bernhard Reuter (SPD). Seine Delegation werde nicht die letzte aus Japan hier in der Region sein.

Japanische Abgeordnete der "Partei Aller" sind mit ihrem Parteivorsitzenden Yoshimi Watanabe zu Besuch in Deutschland.

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