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Jörn Michael Marks erforscht die Geschichte seiner Familie

Sohn eines „Frembtlings“ Jörn Michael Marks erforscht die Geschichte seiner Familie

Der „tote Punkt“ liegt bei 1773 – wahrscheinlich irgendwo in Deutschland. Johann Jacob Marx wird geboren, Stammvater der Familie Marks. Aktenkundig wird er erstmals 1787 in der Pfalz, am Tag seiner Konfirmation. Wie es von Johann Jacob weitergeht bis zur Ansiedlung der Familie in Weende, hat sein Nachfahre Jörn Michael Marks akribisch recherchiert.

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Familienforscher: Jörn Michael Marks mit einem Porträt seines Ururgroßvaters Peter Marx.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Weende. Mit 13 Jahren begann Marks, durch Erzählungen seiner Großeltern neugierig geworden, die Lebenswege seiner Ahnen zu erforschen. Die Geschichten notierte er in einem Schulheft und machte erste Versuche, einen Stammbaum aufzuzeichnen.

„Aller Anfang ist leicht, Eltern und Großeltern kennt man ja noch.“ Heute ist Marks 39 Jahre alt und in der Familienforschung ein ganzes Stück weiter gekommen.

Die Geschichte seiner Verwandtschaft hat er mit historischem Hintergrundmaterial angereichert und in einer Chronik zusammengefasst.

Die Zeitreise in die Vergangenheit gelang dem Telekommunikations-Elektroniker bis zum erwähnten toten Punkt namens Johann Jacob Marx. Der war laut Eintrag im Kirchenbuch der Pfarrei Waldfischbach am Tag seiner Konfirmation 14 Jahre alt und Sohn eines „Frembtlings“.

Wo er herkam, konnte Marks nie klären. Fortan jedenfalls war die Familie in Heltersberg ansässig – bis sie 1803 mit einer Barschaft von 300 Gulden nach West-Galizien auswanderte, das zunächst zu Österreich gehörte und später polnisch wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg , mittlerweile hieß die Familie Marks, wurde ihre Landwirtschaft in Kotarwice konfisziert. Marks Großvater Reinhold, Sohn von Ludwig und Eva Marks, kam 1949 nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft über das Flüchtlingslager Friedland in die Region Göttingen. Er zog nach Weende, wo seine Schwester Julianna lebte.

Von Urkunde zu Urkunde tastete sich Jörn Michael Marks zurück bis zu den Ursprüngen seiner Familie. Teils reiste er an die Ursprungsorte in der Pfalz und in Polen.

Er bekam Kontakt zu einem Verwandten, dessen Großmutter nebst anderen Vorfahren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die USA ausgewandert waren. Der Amerikaner schickte ein zu der Zeit entstandenes Foto: Es zeigt Marks Ururgroßeltern Dorothea und Peter mit einigen ihrer Kinder. Darunter auch Ludwig, der Vater des ersten Weender Marks.

Über einen Gentest und Abgleich mit der Gendatenbank fand er heraus, dass seine Vorfahren einem Germanenstamm angehörte, der im elften Jahrhundert in Böhmen gelebt hat.

Marks hofft, durch Genom-Übereinstimmungen noch weitere Hinweise auf seine Herkunft zu bekommen, „ich warte auf den Glückstreffer“ – um doch noch erforschen zu können, was vor dem 18. Jahrhundert geschah.

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