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Jühnde fürchtet Aus für Biodorf Kommentar: Stein der Weisen gesucht

„Strompreisbremse“

Kommentar: Stein der Weisen gesucht

Garantierte hohe Abnahmepreise, egal für welche Mengen, führen mittlerweile zu einer Stromschwemme. Ähnlich wie die EU-Agrar-Politik früher zu Milchseen und Butterbergen. Der Erfolg der erneuerbaren Energien sollte eigentlich gut für die Energiewende sein.

Biogasanlage im ersten Bioenergiedorf Deutschlands in Jühnde: Landwirte und Genossenschaft sorgen sich wegen rückwirkender Förderkürzungen.

© Theodoro da Silva

Dumm nur, dass zeitweise sinkende Strombörsenpreise die Energieumlage noch weiter in die Höhe treiben. Zu manchen Spitzenzeiten wird Strom sogar schon verschenkt. Der Einkaufspreis bleibt aber gleich hoch und garantiert. Brauchbare und bezahlbare Konzepte für Speicher und intelligente Stromverteilung sind gefragt. Daran hapert es noch.

Ebenso an Ideen, wie stromintensive Industrien an den Kosten beteiligt werden, ohne sie aus dem Land zu treiben. Die Minister Altmaier und Rösler haben den Stein der Weisen offenbar auch nicht gefunden. Mit ihrer „Strompreisbremse“ wird offenbar kleinen, regionalen Energieprojekten und dem Vorzeige-Bioenergiedorf Jühnde gleich ganz der Garaus gemacht. Die Gefahr ist allgemein bekannt: Es wird mit dem Hintern eingerissen, was man mit den Händen aufgebaut hat.

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"Strompreisbremse"
Sie schlagen Alarm: Vertreter von Bioenergiedörfern und der Landwirtschaftsverbände treffen sich an der Biogasanlage des bundesweit ersten Bioenergiedorfes in Jühnde.

Das erste Bioenergiedorf Deutschlands fürchtet um seine Existenz: Einst im September 2005 gefeiert als erstes Dorf, das seine Strom- und Wärmeversorgung ausschließlich aus Biomasse bezieht, fürchten die Jühnder nun, dass ihr Vorzeigeprojekt im Kreis Göttingen zum Auslaufmodell wird.

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