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Jühnde gespalten: Knappe Mehrheit für Windenergie

Fragebogenaktion Jühnde gespalten: Knappe Mehrheit für Windenergie

Im ersten Bioenergiedorf Deutschlands gibt es nur eine knappe Mehrheit für Windräder in der Nähe des Dorfes. Bei einer Fragebogenaktion des  Gemeinderates votierten 97 Jühnder (50,8 Prozent) für eine Windenergiefläche von rund 40 Hektar zwischen Jühnde und Bördel.

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Quelle: mr/pto

Jühnde. 87 Jühnder (45,5 Prozent) kreuzten null Hektar an. Sieben Bewohner könnten auch mit einer Vorrangfläche von 80 Hektar leben. Der Rat der Gemeinde Jühnde schloss sich am Montagabend dem „Meinungsbild“ an und unterstützte einstimmig eine Ausweisung von 40 Hektar in einem künftigen Flächennutzungsplan der Samtgemeinde.

Vor vier Wochen hatte der Rat nach stundenlanger Debatte mit rund 100 Bürgern, darunter auch viele aus Nachbardörfern, eine Stellungnahme vertagt. Ratsmitglieder verteilten jetzt 255 Fragebögen, an jeden Haushalt einen. 198 kamen zurück, 191 konnten ausgewertet werden. Nach bestem Wissen und Gewissen seien die Ehrenamtlichen vorgegangen, sagte Bürgermeister Dietmar Bode (SPD) und wies den Vorwurf „tendenziöser“ Fragen“ zurück.

Zwölf Windrädern hätte keiner im Rat zugestimmt sagte der Landwirt Karsten Harriehausen (CDU). Ernst Achilles-Wengel (Grüne) beklagte, dass der Rat für die „verfehlte“ Energiepolitik auf Bundesebene verantwortlich gemacht werde. Frank Scheidemann (SPD) verwies auf positive Erfahrungen und Bürgerengagement beim Bau der Biogasanlage. „Wir lassen uns nicht vor den Karren von Grundeigentümern spannen.“ Der Rat votierte für maximal fünf Anlagen, maximal 185 Meter hoch, sowie für Ausgleichsmaßnahmen in der Nähe.

Bürger hatten insbesondere vor einer vorschnellen Freigabe der Ressource Land gewarnt, ohne dass die Samtgemeinde etwas davon habe. Noch gebe es kein regionales Energiekonzept, so der Varloser Rudi Oppermann. Mit Windenergie und einem vernünftigen Konzept könnte das Bioenergiedorf weiterhin „Vorbild für EU und den Rest der Welt“ sein. Die Firma Lenpower will Drei-Megawatt-Anlagen Enercon 101 bauen.

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Potenzialanalyse

„Das wird richtig unangenehm“, befürchtet der Bürgermeister der Gemeinde Niemetal, Klaus Heinemann (parteilos). Der Flecken Adelebsen will in Güntersen weitere Flächen für Windräder ausweisen. Und die Samtgemeinde Dransfeld plant zusätzliche Flächen zu den bereits bestehenden östlich von Imbsen. Dort sollen drei neue, 200 Meter hohe Anlagen entstehen.

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