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Weniger Alkoholkonsum, aber mehr Straftaten

Aufklärung über Nikotin und Alkohol Weniger Alkoholkonsum, aber mehr Straftaten

Die Jugendfilmtage locken seit Dienstag Jugendliche ins Cinemaxx-Kino in Göttingen. Vertreter der Jugendarbeit, der Polizei, der Suchtberatung sowie der Stadt und des Landkreises Göttingen machen sich gemeinsam stark für ein Zeichen gegen Alkohol- und Nikotinkonsum von Jugendlichen.

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Vertreter der Jugendarbeit, der Polizei, der Suchtberatung sowie der Stadt und des Landkreises Göttingen machen sich gemeinsam stark für ein Zeichen gegen Alkohol- und Nikotinkonsum von Jugendlichen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Unter dem Motto „Nikotin und Alkohol - Alltagsdrogen im Visier“ wurden in dem Kino an der Lokhalle am Dienstag Mitmach-Aktionen aufgebaut, Preise verlost und Filme gezeigt. Die Initiative Jugendfilmtage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) soll Jugendliche spielerisch und unterhaltsam für zwei Tage, am 4. und 5. April, über die legalen Drogen informieren - die Aufklärung über mögliche gesundheitliche Folgen und die Suchtgefahr steht dabei im Vordergrund.

Aktionstage wie diese seien „der richtige Ansatz, um Jugendliche in der Breite auch wirklich zu erreichen“, sagte Marcel Riethig, Jugenddezernent des Landkreises Göttingen. Außer dem Landkreis unterstützen auch die Stadt Göttingen, die Polizeiinspektion Göttingen, die Göttinger Fachstelle für Sucht und Suchtprävention sowie die Kinder- und Jugendarbeit des Landkreises Göttingen die Initiative der BZgA.

Während die Bundeszentrale in Vertretung von Marion Strehlow „tatsächlich positive Effekte“ durch die seit 2004 laufenden Jugendfilmtage - in Verbindung mit weiteren Kampagnen - verzeichnet, gibt Polizeisprecherin Jacqueline Emmermann besonders die Zunahme an Straftaten von Jugendlichen unter Alkoholeinfluss zu bedenken. Strehlow erklärte, dass sich der Alkoholkonsum Jugendlicher im Alter von 12 bis 17 Jahren bundesweit „seit 2005 fast halbiert“ habe.

Emmermann verzeichnete bei den besagten Straftaten dagegen einen „starken Zuwachs“. Das betreffe in Göttingen vor allem die Altersgruppe der 16 bis 18 Jährigen. „Was uns auch erschreckt, ist der Zuwachs der illegalen Rauschgiftkonsumenten“, sagte Emmermann. Aber: Diese Zahlen seien auch immer von der Anzahl der eingegangenen Anzeigen und der Schwerpunktsetzung des Landes abhängig, erklärte die Polizistin. Mit anderen Worten: Je mehr der Missbrauch von Cannabis verfolgt wird, desto mehr Fälle kommen auch ans Tageslicht.

Die jugendlichen Besucher beschäftigten sich unterdessen lieber an den Aktionsständen, nahmen mit Simulationsbrillen am „Promille-Run“ teil oder redeten in der Rauchfrei-Lounge über die in einer Zigarette enthaltenen Giftstoffe. „Die Aktion ist gut, sie hilft den Jugendlichen weiter“, befand Filip, Schüler des achten Jahrganges der Käthe-Kollwitz-Schule. Schulkameradin Francine Amelie lehnt legale Drogen ab, „weil es einfach ungesund ist, sie schädigen das Leben“.

Von Yannick Höppner

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