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Jugendliche bauen in Göttingen ihr Haus der Zukunft

Ein Haus, eine Welt“ Jugendliche bauen in Göttingen ihr Haus der Zukunft

Ihr Haus ist schlicht: einfache Holzplatten, ausgediente Türelemente, ein gespendeter Teppich. Und doch hat diese Hütte Symbolkraft. Jugendliche aus der Berufsfachschule der BBS 1 und Flüchtlinge haben es mit einem Künstler gebaut. Am Freitag haben sie ihr Projekt „Ein Haus, eine Welt“ vorgestellt.

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Ein Haus für die Zukunft: die künstlerische Hütte der Berufsschüler im Hof der Arnoldi-Schule.

Quelle: Ulrich Schubert

Göttingen. Ihr Haus ist schlicht: einfache Holzplatten, ausgediente Türelemente, ein gespendeter Teppich. Und doch hat diese Hütte Symbolkraft. Jugendliche aus der Berufsfachschule der BBS 1 und Flüchtlinge haben es gemeinsam mit einem Künstler gebaut. Am Freitag haben sie ihr Projekt „Ein Haus, eine Welt“ vorgestellt.

Wenn Ahmed, Hasan und die anderen gut 30 Schüler aus zwei Klassen der berufsbildenden Schule BBS 1 von ihrem Projekt erzählen, sprudelt es nur so aus ihnen heraus - und ihre Augen glänzen. „Ich bin so stolz darauf“, fasste einer der Schüler vor den Gästen der Projekt-Vinissage mit wenigen Worten zusammen, was sie alle empfinden. Unterstützt vom Bremer Bildhauer Uwe Schloen haben sie das Haus im kleinen Innenhof der Schule gebaut, bemalt und eingerichtet. Eine einfache Behausung, „aber auch wieder Kunst, weil alles ein bisschen ungewöhnlich ist“, steht auf einer Zitatensammlung neben der Eingangstür.

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Ihr Haus ist schlicht: einfache Holzplatten, ausgediente Türelemente, ein gespendeter Teppich. Und doch hat diese Hütte Symbolkraft. Jugendliche aus der Berufsfachschule der BBS 1 und Flüchtlinge haben es gemeinsam mit einem Künstler gebaut. Am Freitag haben sie ihr Projekt „Ein Haus, eine Welt“ vorgestellt.

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Einige haben gezimmert, andere aus den beteiligten Klassen haben die Arbeiten mit externen Fachleuten professionell dokumentiert - für einen Radiobeitrag und einen Film. Gemeinsam haben sie „Ihr Haus“ schließlich eingerichtet: mit Tisch, Bänken und Landkarten an der Decke. Die Karten lassen erahnen, dass dieses Projekt ein interkulturelles ist: Die deutschen Schüler kommen aus der Oberstufen der Berufsoberschule, die ihren Realschulabschluss anstreben. Die beteiligten Flüchtlinge kommen aus einer Berufseinstiegsklasse und streben den Hauptschulabschluss an.

Sie zusammenzuführen, war eines der zentralen Ziele des Projektes „Eine Haus, eine Welt - gemeinsam bauen wir Zukunft“, erklärte die Klassenlehrerin der Oberschulklasse, Dorothee Körner.

Mit Erfolg, sagen alle beteiligten. „Es ist ein gutes Haus und es war schön, neue Kontakte zu haben“, bestätigte Ahmad Sharafini. Der 23-Jährige ist vor zwei Jahren aus dem Irak nach Deutschland geflohen. „Nein, es war nicht scher, weil es Spaß gemacht hat“, kommentierte die 21-jährige Lojen Hasan aus Syrien das Projekt, bei dem sie zum ersten Mal mit Säge, Hammer und anderen Werkzeugen gearbeitet hat. Ihr eigene Zukunft sieht sie „natürlich in Deutschland“.

„Wer weite Wege bewältigen will, muss auch den ersten Schritt machen“, sagte Schulleiter Rainer Wiemann und erinnerte an den großen Bau des „Hauses Europa“, der bis heute nicht abgeschlossen sei. „Setzt das Haus fort für Europa“, appellierte er an die Jugendlichen - „für eine bessere Welt ohne Fanatismus und Rassismus“.

An dem Projekt waren viele beteiligt: die niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, das Stadtradio, der Künstler Schloen, der Verein Blickwechsel, die Ländliche Erwachsenenbildung, der Fotograf Jan Vetter sowie der Kunstverein Göttingen mit dem Kommunikationszentrum KAZ als Hauptorganisatoren. Das haus selbst hat allerdings nur eine symbolische Zukunft: Die Hütte im Schulhof wird vor Wintereinbruch abgerissen - aus Sicherheitsgründen.

Von Ulrich Schubert

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