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Junges Theater: Landkreis gibt Zuschuss für 2010 frei

Antrag von allen Kreistagsfraktionen unterstützt Junges Theater: Landkreis gibt Zuschuss für 2010 frei

Der Landkreis Göttingen hat die Zuschüsse an das in der Insolvenz befindliche Junge Theater in Göttingen freigegeben.

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Der Kreis werde dem vorläufigen Insolvenzverwalter des JT, Burghard Wegener, einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 27 800 Euro zur Weiterführung des Spielbetriebs im Jahr 2010 zur Verfügung stellen, teilt Landrat Reinhard Schermann (CDU) mit. Darauf hat sich der Kreisausschuss des Landkreises Göttingen geeinigt. Die Zusage sei aber an die Bedingung geknüpft, dass der Insolvenzverwalter die Fortführung der Arbeit für gesichert erkläre und der gezahlte Zuschuss nicht in die Insolvenzmasse eingehe.Vorangegangen war ein von allen Kreistagsfraktionen unterstützter Antrag, die Zahlungen fortzusetzen. Der Kulturausschuss hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen.

In der Antragsbegründung heißt es, dass es „unvermeidbar“ sein wird, in einer neuen Theater-Gesellschaftsform für Geschäftsführer Andreas Döring sowie das Kontrollgremium Aufsichtsrat eine Alternative zu finden. Die Arbeit des JT sei kulturell wertvoll und anerkannt. In diesem Zusammenhang macht Reinhard Dierkes, kulturpolitischer Sprecher der Kreis-SPD, gegenüber dem Tageblatt deutlich, dass mit der Forderung nach einem Wechsel in der Geschäftsführung keinesfalls die künstlerische Arbeit Andreas Dörings in Frage gestellt werden solle.

Auch der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt hat einstimmig die Zuschüsse an das JT bis zum 31. Dezember freigegeben. Ohne Mietzuschüsse zahlt die Stadt monatlich rund 49 000 Euro an das Theater.

Unterdessen hat die Piratenpartei Göttingen eine „Leere-Sitze-Patenschaft“ zur Rettung des JT angeregt. Dazu sollen sich Paten bereit erklären, für einen frei zu wählenden Zeitraum eine Patenschaft für einen unbesetzten Platz mit dem Solidaritätsbetrag von 15 Euro pro Woche oder Monat zu vergüten. „Wer sich verpflichtet, 15 Euro monatlich oder wöchentlich zu zahlen, gleicht damit irgendwann im Monat oder in der Woche einen der nicht verkauften Zuschauerplätze aus“, heißt es im Piratenvorschlag. So könne es gelingen, „nicht ausverkaufte Vorstellungen tendenziell zu kompensieren und ein Stück Göttinger Kultur am Leben zu erhalten“.

Von Michael Brakemeier

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