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Junges Theater und Deutsches Theater stehen vor Fusion

Mittelkürzungen Junges Theater und Deutsches Theater stehen vor Fusion

Das Junge Theater (JT) steht vor der Fusion mit dem Deutschen Theater (DT). Harald Noack, Vorsitzender des JT-Aufsichtsrates, hält  eine Verschmelzung beider Häuser in diesem Jahr für höchstwahrscheinlich. Als Hauptgrund nannte er die Zuschusskürzungen der Stadt im Rahmen des Entschuldungshilfeprogramms: So fließen bereits 2013 60 000 Euro, im nächsten Jahr 90 000 Euro Mittel weniger an das JT.

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Göttingen. In dieser Größenordnung nicht machbar, so Noack. Er bedauert das. Das JT sei ein „tolles Theater“, aber die Stadt als größter Zuschussgeber habe den längeren Hebel. Jetzt gelte es, das „innovative Theater“ zu erhalten. So müsse bei der Verschmelzung gewährleistet bleiben, dass das JT eine eigene Spielstätte behalte und das Ensemble erhalten bleibe. Dafür werde er sich einsetzten.

Noack

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In seiner Neujahrsrede hatte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) mit Blick auf das Entschuldungshil feprogramm (EHP) und der Kritik daran gesagt, dass die Stadt es schaffen werde, in den nächsten Jahren die Haushalte auszugleichen, „ohne dass die Lichter in Göttingen ausgehen, wie einige Ihnen weismachen wollen“. „Keine Kultureinrichtung wird oder muss schließen, auch das Junge Theater nicht.“ Diese Zusage, so Noack, habe auch er von Meyer bekommen.

Kommt es zur Fusion, treffe ein, was mit dem Entwurf zum EHP von der Stadtverwaltung geplant war, kommentiert Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt, die Entwicklung. Darin war genau dieser Zusammenschluss vom JT und DT vorgeschlagen worden.

Erst nach öffentlicher Diskussion hatten sich dann die Beteiligten im Frühjahr 2012 auf eine „Neuordnung der Theaterlandschaft“ geeinigt, eine Fusion oder Liquidation schien vom Tisch.

„Wenn aber jetzt schon sicher ist, dass die städtischen Zuschussmittel für das Junge Theater tatsächlich mit Ablauf des Jahres drastisch gekürzt werden sollen, dann war das Gerede um gleichberechtigte Kooperationsformen zwischen den Theatern sowieso nur eine Nebelkerze, um ein wenig Zeit zu gewinnen und dem öffentlichen Protest etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen“, erklärt Nier.

„So tritt dann doch ein, was von uns mit Abschluss des EHPs befürchtet wurde: Auch die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit unserer Stadt wird scheibchenweise abgebaut."

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Junges Theater und Deutsches Theater

Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) hat öffentlich geäußerten Behauptungen widersprochen, das Junge Theater (JT) könne möglicherweise noch in diesem Jahr geschlossen werden. Allerdings könne sich eine Situation ergeben, in der man über eine Fusion von JT und Deutschem Theater (DT) reden müsse.

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