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Kaffeefahrt : Göttinger Polizei verfolgt Betrüger bis Bleicherode

Kaffeefahrt-Organisatoren ziehen nach Polen um Kaffeefahrt : Göttinger Polizei verfolgt Betrüger bis Bleicherode

Unter dem zunehmendem Druck polizeilicher Ermittlungen ziehen sich einige Kaffeefahrt-Unternehmer offenbar nach Polen zurück, um von dort aus ihre dubiosen Geschäfte zu organisieren. Das hat die Göttinger Polizei ermittelt.

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Unter dem zunehmendem Druck polizeilicher Ermittlungen ziehen sich einige Kaffeefahrt-Unternehmer offenbar nach Polen zurück, um von dort aus ihre dubiosen Geschäfte zu organisieren. Das hat die Göttinger Polizei ermittelt.

Quelle: dpa

Göttingen. Ausgangspunkt war eine Kaffeefahrt der „Hofkäserei Holland“ am 19. März von Göttingen in eine Gaststätte im thüringischen Bleicherode.

Versprochen wurden unter anderem Fernseher, großes Lebensmittelpaket und Espressomaschine. Wie üblich, wurden stattdessen auch dort ältere und gutgläubige Menschen dazu gebracht, überteuerte und nutzlose Waren wie eine Rheuma-Bettauflage für 3000 Euro zu kaufen.

Pech für die Organisatoren: Polizisten aus Göttingen und Nordhausen erschienen in der Gaststätte. Bei einem der zwei Verkäufer fanden sie einen Koffer mit angeblich rein privaten Unterlagen. Stattdessen enthielt der Koffer Verkaufspapiere und andere für die Kaffeefahrt benötigte Gegenstände. Außerdem enthielt der Koffer mehr als 6000 Euro Bargeld.

Der 45-Jährige erklärte, dieses Geld benötige er für einen Autokauf, den ein Bekannter vermittelt habe. Diese Erklärung stellte sich durch einen Anruf bei dem angeblichen Autovermittler schnell als Lügengeschichte heraus.

Wie sich später ergab, hatten die Organisatoren der Kaffeefahrt außerdem drei Opfer im Alter zwischen 75 und 84 Jahren dazu gebracht, einem Kurierfahrer 5000 Euro zu übergeben. Einen Kaufbeleg oder die vorgeschriebene Widerrufsbelehrung erhielten die Betrogenen nicht.

Mindestens ein Ehepaar widerrief den Kauf. Statt Geld kam ein Brief der Firma „Pro Salute Service“ aus dem polnischen Poznan (Posen) – der Firma, deren Name auf dem Kaufvertrag stand. Leider, hieß es darin, müsse man mitteilen, „dass wir im Moment finanzielle Probleme haben und wir vielleicht Insolvenz anmelden müssen“. Weiteren Schriftverkehr mögen die Rentner bitte an eine Firma in Lindern im Landkreis Cloppenburg richten.

Inhaber der Firma in Posen, fand die Polizei heraus, ist Norbert Heinrich P., ein Deutscher. Und in Lindern wohnt einer der Kaffeefahrt-Moderatoren, den die Polizei am 19. März in Bleicherode stellte. Jetzt wird wegen Betruges ermittelt.

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