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Kein Denkmalschutz für Sprungturm

CDU scheitert Kein Denkmalschutz für Sprungturm

Hans Otto Arnold (CDU) hatte Schwierigkeiten, sich das Lachen zu verkneifen. Im Ortsrat Weende sprach er sich im Namen seiner Fraktion dafür aus, den Zehn-Meter-Turm im Weender Freibad unter Denkmalschutz zu stellen.

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Faszinieren die CDU: „Hyperbelartige Spannungslinien“.

Quelle: Pförtner

Weende. Der Sprungturm aus dem Jahr 1954 sei „in seiner gesamten Konzeption mit hyperbelartigen Spannungslinien ein Architekturobjekt, das das Formengefühl der 50er-Jahre auf besondere Weise“ ausdrücke, argumentierte er. Es solle „als Zeugnis einer wirtschaftlich starken Gemeinde“, die bereits acht Jahre nach Kriegsende eine derartige Anlage in Angriff genommen habe, auf Dauer erhalten bleiben.

Zum Hintergrund: Im Rahmen der anstehenden Neugestaltung des Freibads könnte der Sprungturm außer Betrieb genommen oder gar abgerissen werden, fürchten die Christdemokraten. Das wollten sie mit ihrem Vorstoß verhindern. Damit stießen sie jedoch bei SPD und Grünen auf Ablehnung. „Charmant“ sei der Antrag, räumte zwar Rainer Kallmann (SPD) ein, er warnte aber vor unerwünschten Konsequenzen. Kallmann erinnerte an das alte Gefängnis von Osterode, das einst unter Denkmalschutz gestellt worden sei. Später habe das Amtsgericht in dem mittlerweile leerstehenden Gebäude Räume genutzt.

Die Denkmalschützer hätten jedoch darauf beharrt, dass die alten Schließanlagen erhalten bleiben mussten. So hätten sich die Justizmitarbeiter hinter verschlossenen Zellentüren wiedergefunden. Im Freibad, so Kallmann weiter, könnte Denkmalschutz dazu führen, dass eine Umnutzung des Sprungturms als Kletter- oder Aussichtsturm unmöglich werde.

Einstimmig angenommen wurde ein Antrag von Rot-Grün, der das alternative Nutzungskonzept der städtischen Göttinger Sport & Freizeit GmbH begrüßt. Das Konzept biete die „bestmögliche“ Grundlage für den Weiterbetrieb des Bads. Arnold warnte unzufriedene Bürger vor Maximalforderungen. Die Stadt habe sich immerhin nach Protesten von der Schließung des Bads verabschiedet.

Von Michael Caspar

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