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Keltischer Brauch mit Spaß und Gruselfaktor

Halloween Keltischer Brauch mit Spaß und Gruselfaktor

„All Hallow’s Eve“ nennt sich im Englischen der Vorabend von Allerheiligen. Daraus entstand der Begriff Halloween – das Fest, zu dem sich vor allem in den USA Kinder als gruselige Gestalten verkleiden und von den Nachbarn „Süßes oder Saures“ fordern. Wer also nichts Süßes herausrückt, dessen Haus wird im schlimmsten Fall mit Eiern oder faulem Obst beworfen. So weit geht die Tradition in Deutschland zum Glück noch nicht.

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Zum Fürchten: Zu Halloween verwandelt sich das Göttinger Geschäft Deko-Graf in ein Gruselkabinett.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Halloweenbräuche, die irische Einwanderer im 19. Jahrhundert in die USA brachten, sind allerdings auch in Deutschland mittlerweile angesagt, hauptsächlich bei der jüngeren Generation. „Ältere Leute kaufen bei uns keine Halloweenverkleidung, allerdings einige Studenten und auch Schüler“, berichtet Ulrike Rosenplenter von Deko-Graf in der Langen-Geismar-Straße. Ihre Kollegin Monika Ohm-Schneider bestätigt das: „Immerhin sind gerade Ferien, da können die Kinder sogar am Mittwochabend Halloween feiern.“ Bei Deko-Graf gibt es noch viel Auswahl: Masken, Hüte, Umhänge oder Raumdekoration. „Besonders beliebt sind im Moment die künstlichen Wunden, die man sich auf die Haut kleben kann“, erzählt Rosenplenter. Bei wenig Licht sehen diese sogar echt aus.

Die meisten anderen Geschäfte in der Göttinger Innenstadt führen kaum Halloween-Artikel. Bei Nanu Nana in der Groner Straße gibt es einen Ständer mit Deko, einiges wurde bereits verkauft. Das Depot im Carré beschränkt die Auswahl auf ein bisschen Tischdekoration, Butlers lässt das Fest gleich ganz ausfallen. Richtig angekommen ist Halloween in Göttingen also noch nicht. Die Weihnachtsdekoration überwiegt auch schon in den Tagen kurz vor „All Hallow’s Evening“.

Doch woher kommt eigentlich dieses Fest? Ist es tatsächlich keltischen Ursprungs? Hier streiten sich die forschenden Geister. Die am weitesten verbreitete Meinung besagt jedenfalls, dass Halloween auf das keltische Totenfest Samhain zurückzuführen sei. Zu diesem Fest wurden in Irland und im alten Britannien auf Hügeln Feuer entzündet, um die bösen Geister zu vertreiben. Doch auch Bräuche christlichen Ursprungs haben das Fest bis heute geprägt. Die Tradition der Kürbislaterne, die so manchen Hauseingang ziert, geht auf die Legende um einen irischen Hufschmied namens Jack zurück. Dieser soll einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sein, um dem Höllenfeuer zu entkommen. Da er aber auch nicht in den Himmel durfte, musste Jack nach seinem Tod ewig zwischen Himmel und Hölle umherwandern.

Aus Mitleid gab der Teufel ihm ein glühendes Stück Kohle, das er in einer ausgehöhlten Rübe als Laterne bei sich trug. Aus dem Kohlestück wurde mit der Zeit eine Kerze und aus der Rübe ein Kürbis, welcher sich unter dem Namen Jack O’Lantern als fester Bestandteil des Halloween-Brauchtums durchgesetzt hat.

Gruselkeller
Melanie und Mario Rettberg aus Groß Schneen öffnen auch dieses Jahr an Halloween wieder ihren Gruselkeller – eine Art Geisterbahn, die es zu Fuß zu erkunden gilt. Die Gäste erwartet ein Labyrinth aus Laken, das viele schaurige Überraschungen bietet. Geöffnet ist der Gruselkeller in Groß Schneen, Helmstor 7, heute ab 17.33 Uhr.

Von Valerie Schenk

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