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Kfz-Meister steht wegen Waffenhandels vor Gericht

Prozess Kfz-Meister steht wegen Waffenhandels vor Gericht

Die Aufsehen erregende Schießerei in einer Nachtbar in Göttingen hat jetzt ein weiteres gerichtliches Nachspiel. Ein 36-jähriger Kfz-Meister aus Adelebsen muss sich derzeit vor dem Amtsgericht Northeim wegen mehrerer Verstöße gegen das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwei Maschinenpistolen besessen sowie ein Repetiergewehr und eine Pumpgun weiterverkauft zu haben. Bei einer Durchsuchung im Juni hatten die Ermittler in seiner Wohnung außerdem einen Schlüsselanhänger gefunden, mit dem man schießen kann.

Die Anklage stützt sich im Wesentlichen auf die Aussage eines 35-jährigen Rechtsextremisten, der im November vergangenen Jahres mit einer umgebauten Pumpgun in einer Table-Dance-Bar in Göttingen geschossen hatte. Das Landgericht Göttingen hatte ihn im Juni zu fünf Jahren Haft verurteilt (Tageblatt berichtete). Nach dem Zwischenfall hatte die Polizei bei Durchsuchungen zahlreiche Waffen sichergestellt. Der 35-jährige Rechtsextremist hatte gegenüber den Ermittlungsbehörden diverse Angaben zur Herkunft der bei ihm gefundenen Waffen gemacht und dabei auch den Kfz-Meister belastet.

„In die Pfanne hauen“

Dass das Amtsgericht Northeim den Fall verhandelt, hängt damit zusammen, dass die Übergabe der Waffe in Hardegsen stattgefunden haben soll. Der 36-jährige Angeklagte bestreitet die meisten Vorwürfe, lediglich den Besitz des „Schieß-Schlüsselanhängers“ räumt er ein. Er habe einige Waffen illegal besessen und sei deshalb auch bereits in diesem Jahr verurteilt worden. Mit den Waffen, um die es in der neuen Anklage geht, habe er jedoch nichts zu tun. Der Rechtsextremist habe ihn mit seiner Aussage „in die Pfanne hauen“ wollen.

Mehrere Zeugen berichteten in der Verhandlung am Montag, dass der 35-jährige Rechtsextremist, als dieser noch in Adelebsen wohnte, häufiger mit seinen Waffen geprahlt habe. Das Gericht hatte auch den Rechtsextremisten, der derzeit in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf einsitzt, als Zeugen geladen. Dieser weigerte sich allerdings, Angaben zu machen. Deshalb bekam er ein Ordnungsgeld von 500 Euro oder ersatzweise 20 Tage Haft aufgebrummt.

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