Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeschauer

Navigation:
Kindergärten und Schulen leeren sich

Weniger Geburten Kindergärten und Schulen leeren sich

In der Gemeinde Gleichen gibt es immer weniger Kinder. „Und der absehbare Trend setzt sich leider fort“, kommentiert die Vorsitzende des Schulausschusses, Bärbel Diebel-Geries jüngste Prognosedaten für die Kindergärten und Schulen in der Gemeinde.

Aus Geburtenzahlen und Erfahrungswerten hat die Gemeindeverwaltung berechnet, wie viele Kinder in den nächsten Jahren das Kindergartenalter erreichen oder eingeschult werden.

In Bremke wird es in den kommenden Jahren einen Einbruch geben, dann stabilisiert sich der Betreuungsbedarf bei 36 Plätzen – 50 stehen zur Verfügung. In Diemarden wird der Bedarf durch Mehrlingsgeburten zunächst steigen, langfristig wird er sich bei 36 Plätzen einpendeln – hier könnten 66 Plätze belegt werden. Gelliehausen bildet eine Ausnahme mit leichtem dauerhaften Anstieg auf 19 Kinder im Jahr 2014 – bei 22 vorhandenen Plätzen. In Groß Lengden sind von 35 Plätzen 29 belegt. Hier beginnt schon im nächsten Jahr ein drastischer Rückgang und nur noch 16 potenzielle Kita-Besucher im Sommer 2014. In Klein Lengden folgt nach kurzem Anstieg für das Kindergartenjahr 2011/12 ein Rückgang auf 35 Kinder – bei 50 eingerichteten Plätzen. Im Kindergarten Reinhausen sind zurzeit 43 von 48 Plätzen belegt, dort wird der Bedarf aber auf 27 zurückgehen. Fast dramatisch sind die Prognosen für Rittmarshausen. Dort werden im nächsten Jahr wahrscheinlich 69 von 88 Plätzen belegt sein, 2014 nur noch 48.

Die Gemeinde hat bereits reagiert – auch auf eine sich wandelnde Familiengestaltung: Sie richtet in den nicht ausgelasteten Kindergärten immer mehr Krippen- und Hortplätze für ganz kleine Kinder und Schüler ein. Und die seien bereits sehr gefragt, so Diebel-Geries.

Prognose für die Schulen

Die sinkende Zahl der Kinder wirkt sich auch auf die Anmeldungen an den Grundschulen aus. In Bremke wird die neue erste Klasse im Jahr 2015 weiter elf Kinder zählen – in diesem Jahr sind es 15. Deutlicher ist der Abwärtstrend an der Grundschule Diemarden von jetzt 26 auf zehn Kinder zur Einschulung in sechs Jahren. Auch in Groß Lengden wird es in sechs Jahren mit etwa zehn ABC-Schützen nur noch halb so viele geben wie in diesem Jahr. Ähnlich die Entwicklung in Reinhausen - hier sinkt die Zahl von 20 im nächsten Jahr auf acht im Schuljahr 2015/16. Dagegen prognostiziert die Verwaltung für die Gartetalschule nur leicht schwankenden Trend mit durchschnittlich 26 Erstklässlern.

„Wir müssen etwas tun“, fasste Diebel-Geries die Bewertung im Schulausschuss zusammen. Ein Appell, dem Rat, Verwaltung, Schulen und Elternvertreter bereits folgen. Auf verschiedenen Ebenen werden Lösungswege gesucht. Dabei wird auch über Schulschließungen diskutiert.

Von Ulrich Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Bilder der Woche 6. bis 12. Januar
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt