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Kindergarten Esebeck: Debatte um Schließung

Ortsrat lehnt Vorschlag ab Kindergarten Esebeck: Debatte um Schließung

Der Kindergarten in Esebeck soll bleiben. Einstimmig hat sich der Ortsrat Elliehausen / Esebeck gegen die von der Verwaltung ins Spiel gebrachte Schließung (Tageblatt berichtete) ausgesprochen. Stattdessen folgten die Ortspolitiker den Anträgen der Grünen, die Diskussion über eine Schließung so lange auszusetzen, bis es eine Bürgerversammlung und -befragung zu diesem Thema gegeben hat. Der Jugendhilfeausschuss des Rates vertagte seine Diskussion zur Schließung.

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Protest in Esebeck: Eltern und Mitarbeiterinnen sammeln mehr als 300 Unterschriften gegen die drohende Schließung.

Quelle: Pförtner

Esebeck. In der jüngsten Sitzung des Ortsrates zeigte Jugenddezernent Siegfried Lieske Verständnis für die Esebecker Ablehnung. Doch während in der für 18 Kinder ausgelegten Einrichtung in Esebeck derzeit nur sieben Kinder angemeldet sind, ist die städtische Kindertagesstätte in Elliehausen ausgebucht. Es gibt eine Warteliste. Daher, so der Plan, den Kindergarten in Esebeck schließen und in Elliehausen anbauen und eine neue Gruppe eröffnen.

Ein Anbau würde rund 230 000 Euro kosten, das marode Gebäude in Esebeck müsste, so die Verwaltung, für mindestens 200 000 Euro saniert werden. Angesichts dieses fast ausgeglichenen Kostenverhältnisses plädiert Harald Wiedemann (Grüne) dafür, „die Belange Esebecks in den Vordergrund zu stellen“ und den Kindergarten im Dorf zu lassen. Allerdings, so gab Lieske zu bedenken, kommen weitere Kosten für einen Ruheraum und Essensausgabe hinzu, wenn die Öffnungszeiten in dem Esebecker Kindergarten, wie von Eltern gewünscht, verlängert würden. Andere Standorte im Ort für die Unterbringung des Kindergartens gebe es nicht, sagte Lieske.

Nach Auskunft der Verwaltung hat die Stadt 2011 netto  rund 99 000 Euro für den Kindergarten in Esebeck ausgeben. „Bei sieben belegten Plätzen entspricht das einem jährlichen Zuschussbedarf von 14 100 Euro pro Platz“, rechnet Verwaltungssprecher Detlef Johannson vor. Die Kosten für die neue Ganztagsgruppe – acht Stunden tägliche, 25 Plätze, Vollbelegung – in Elliehausen veranschlagt die Stadt im Gegenzug mit 106 000 Euro.

„Bei Vollbelegung, von der wir aufgrund der Nachfrage in Elliehausen ausgehen, entspricht das einem jährlichen Zuschussbedarf von 4246 Euro pro Platz“, sagt Johannson. Auch sei selbst bei Vollbelegung die Kita Esebeck gegenüber einer Ganztagsbetreuung in einer mehrgruppigen städtischen Kindertagesstätte teurer, „weil wir dort mehr Personal vorhalten müssen, um der Aufsichtspflicht auch in Vertretungssituationen gerecht werden zu können“, argumentiert Johannson.

Was aus dem denkmalgeschützten Haus wird, in dem der Esebecker Kindergarten untergebracht ist, ist ungewiss.  Die Stadt plant im Falle eines Umzugs einen Verkauf. „Vorstellungen zum Kaufpreis müssen wir noch entwickeln“, sagt Johannson.
2002 hatte die Stadt das Gebäude nach einer, so Johannson, „Rattenplage“ teilsaniert.

Der gesamte Fußbodenaufbau wurde entfernt, eine Betonplatte eingegossen und ein neuer Fußboden mit Unterkonstruktion eingebaut. Zusätzlich wurden Innenwände teilweise erneuert und der Toilettenbereich teilweise saniert. Diese stünden, anders als vom Ortsrat und Esebeckern vermutet, nicht im Zusammenhang mit den aktuell anstehenden Sanierungen. Die Sanierung vor zehn Jahren sei weder unsachgemäß ausgeführt worden noch habe sie zu Folgeschäden geführt.

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Sanierung nicht wirtschaftlich

Der städtischen Kindertagesstätte in Esebeck droht das Aus. Weil das Fachwerkhaus, in dem die Tagesstätte untergebracht ist, dringend saniert werden muss, schlägt die Verwaltung nun vor, die Einrichtung komplett zu schließen. „Eine Sanierung dieses sehr kleinen Gebäudes ist unter Betrachtung wirtschaftlicher Aspekte – auch im Blick auf den Betrieb einer kleinen Halbtagsgruppe – nicht sinnvoll“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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