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Kindergarten in Esebeck droht die Schließung

Sanierung nicht wirtschaftlich Kindergarten in Esebeck droht die Schließung

Der städtischen Kindertagesstätte in Esebeck droht das Aus. Weil das Fachwerkhaus, in dem die Tagesstätte untergebracht ist, dringend saniert werden muss, schlägt die Verwaltung nun vor, die Einrichtung komplett zu schließen. „Eine Sanierung dieses sehr kleinen Gebäudes ist unter Betrachtung wirtschaftlicher Aspekte – auch im Blick auf den Betrieb einer kleinen Halbtagsgruppe – nicht sinnvoll“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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Protest in Esebeck: Gegen die geplante Schließung des Kindergartens regt sich Widerstand.

Quelle: Pförtner

Esebeck / Elliehausen. Die Stadt geht derzeit von Sanierungskosten von mindestens 200 000 Euro aus. Mittelfristig und langfristig bestehe weitere Sanierungsbedarf, heißt es. Stattdessen, so der Verwaltungsvorschlag, sollen die derzeit sieben Esebecker Kinder in die städtische Kindertagesstätte in Elliehausen gehen. Diese werde um eine „dreivierteltags Kindergruppe“ oder eine „altersübergreifende Gruppe“ erweitert. Für diese Erweiterung rechnet die Stadt mit Baukosten von 230 000 Euro. Diese Mittel seien bereits im Haushalt 2013/2014 eingestellt. Momentan besteht nach Angaben der Verwaltung in Elliehausen Bedarf an Kindergarten- und Hortplätzen. „Neun Kinder aus Elliehausen können derzeit nicht untergebracht werden.“ Mit den Kindern aus Esebeck könnte künftig eine Gruppe mit 16 Kindern entstehen.

Die Stadt sieht Vorteile in ihrem Vorschlag: Kinder aus Elliehausen könnten überhaupt untergebracht werden, die Kinder aus Esebeck könnten „wohnortnah“ untergebracht werden. Die teure Fachwerksanierung entfällt. Dauerhaft würden Betriebs- und Unterhaltungskosten für das Esebecker Grundstück und Gebäude gespart werden.

Aus Sicht der Grünen im Ortsrat ist die beabsichtigte Schließung der Kindertagesstätte „als letzte öffentliche Einrichtung im Ort“ nicht akzeptabel, erklärt Harald Wiedemann. Ohne diese Einrichtung wäre Esebeck für junge Familie nicht mehr attraktiv. Der Ort würde zu einem „Schlafort verkommen“. Anders als die Stadtverwaltung rechnet Wiedemann eher mit einem Anstieg der Kinderzahl in der Einrichtung. „Würden die Öffnungszeiten der Kindertagesstätte an die Bedürfnisse der Eltern angepasst, müssten nicht Esebecker Kinder nach Elliehausen transportiert werden.“ Nun fordern die Grünen zunächst die Entscheidung über die Zukunft zu verschieben, bis eine Einwohnerversammlung zu dem Thema einberufen wurde.

Die Kindertagesstätte in Esebeck wird derzeit als Halbtagskindergarten mit 18 Plätzen betrieben. Sieben Kinder sind angemeldet, drei Erzieherinnen mit zusammen 50 Wochenstunden übernehmen die Betreuung. Nach Angaben der Stadt sei mit Blick auf die Bevölkerungsstruktur nicht mit einen höheren Auslastung zu rechnen. Selbst durch das neue Baugebiet würden sich keine „grundsätzlichen Änderungen“ im Bedarf ergeben.

Die Schließung der Kindertagesstätte ist Thema in der Ortsratssitzung am Dienstag, 13. November. Sie beginnt um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Esebeck, Über der Esebeeke 16.
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Ortsrat lehnt Vorschlag ab

Der Kindergarten in Esebeck soll bleiben. Einstimmig hat sich der Ortsrat Elliehausen / Esebeck gegen die von der Verwaltung ins Spiel gebrachte Schließung (Tageblatt berichtete) ausgesprochen. Stattdessen folgten die Ortspolitiker den Anträgen der Grünen, die Diskussion über eine Schließung so lange auszusetzen, bis es eine Bürgerversammlung und -befragung zu diesem Thema gegeben hat. Der Jugendhilfeausschuss des Rates vertagte seine Diskussion zur Schließung.

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