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Kinopläne für Baptistenkirche: Investor in Sicht

Kulturelle Nutzung Kinopläne für Baptistenkirche: Investor in Sicht

Jetzt könnte sich ein Ende der Suche abzeichnen: So gebe es einen Investor, der bereit sei, die Kirche zu kaufen und sich ein Kino dort vorstellen könne, berichtet der Vereinsvorsitzende Martin Sonnenburg. Der Investor, der auf den Verein zugekommen ist und noch anonym bleiben will, sei bereit, „nennenswerte Summen“ auszugeben.

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Seit Jahren ungenutzt: die Baptistenkirche – hier bei einer Besichtigung des Bauauschusses 2005 – an der Bürgerstraße.

Quelle: Vetter

Göttingen. Mit seinen zwölf mal zwölf Metern Grundfläche sei der vordere Teil der Kirche, der künftig als Kinosaal dienen soll, alles andere als ideal. „Aber machbar“, sagt Sonnenburg. Zwischen 80 und 120 Sitzplätze wären darin möglich. Ein mögliches Betriebskonzept sieht neben Filmvorführungen auch Konzerte vor. Dann könnten sogar 150 Besucher Platz finden. Die Empore soll zunächst nicht genutzt werden.

Kirchner hält den Standort Baptistenkirche für ideal: „Innenstadtnah, Parkplätze in der Nähe, gute Werbemöglichkeiten“, sagt sie. Angesichts der zweijährigen erfolglosen Suche gebe es im Moment „keine Alternative“.

Derzeit, so erläutert Stadtsprecher Detlef Johannson, erarbeitet die Stadt für die Kirche und die benachbarte ehemalige Voigt-Schule ein Expose. „Für die Baptistenkirche wird darin die Nutzung für kulturelle Zwecke vermutlich nicht ausgeschlossen“, sagt Johannson vorsichtig. Das Schulgebäude steht unter Denkmalschutz, die Kirche nicht. Preisvorstellungen will Johannson nicht nennen.

Nach  dem aktuellen Bodenrichtwert hat das rund 670 Quadratmeter Kirchengrundstück derzeit einen Wert von etwa 124 000 Euro. Interessenten – für beide Gebäude – meldeten sich „immer mal wieder“. Der Verkauf beider Gebäude „im Paket“ sei nicht zwingend, sagt Johannson.

„So begrüßenswert die Kino-Idee ist – sie behält ihren Charme nur, wenn die wahrscheinlich nicht unerheblichen Investitionskosten sehr realistisch kalkuliert werden“, kommentiert Johannson. So sei „vermutlich“ eine energetische Sanierung des Gebäudes fällig. 

Wie es bei einer öffentlichen Nutzung um einen barrierefreien Zugang bestellt ist, müsse geprüft werden. Hinzu kämen, je nach Sitzplatzzahl, besondere Anforderungen an Fluchtwege und Brandschutz: Vorführraum und Kinosaal müssten räumlich getrennt sein. Die Einrichtung eines Kinos ist in jedem Fall antrags- und genehmigungspflichtig“, sagt Johannson.

Die Stadt könne das Vorhaben nur ideell und planerisch unterstützen. Angesichts der städtischen Förderung für das Kino Lumière gebe es für einen „zweiten Förderstandort“ keinen Raum. Das liegt dem Verein auch fern. „Unsere Philosophie ist es, eine Lösung zu finden, ohne dass der städtische Kulturhaushalt angegriffen wird“, sagt Sonnenburg. Eine Zweckbindung im Verkaufsvertrag, um einen Kinobetrieb zu sichern, wäre aber wünschenswert.

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Aus für Kino?

Die Stadt Göttingen will die ehemalige Baptistenkirche und die benachbarte, unter Denkmalschutz stehende ehemalige Voigtschule verkaufen – nicht einzeln, sondern nur als Paket. Dies sehen Verkaufsunterlagen vor, über die am Donnerstag der Bauausschuss entscheiden soll.

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