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Knöllchen: Göttinger Autofahrer wenig belastet

Bundesweite Erhebung Knöllchen: Göttinger Autofahrer wenig belastet

Die Kommunen in Deutschland kassieren immer mehr Verwarnungs- und Bußgelder, So weit die schlechte Nachricht. Die gute: Die Göttinger Autofahrer kommen vergleichsweise glimpflich davon.

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Fester Posten im Haushalt der Stadt: Die Blitzanlagen spülen regelmäßig Geld in die Kasse.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die Knöllchen-Hochburg Deutschlands mit 65 Euro pro Auto und Jahr ist Ulm, dicht gefolgt von Schwerin und Bielefeld mit 63 Euro. Von Göttinger Autofahrern wird hingegen durchschnittlich 19 Euro kassiert – ebensoviel wie in München. Stark belastet sind auch die Autofahrer in Köln (61 Euro), Aachen (53), Tübingen (52), Mannheim (51), Stuttgart (49), Leipzig (47) und Duisburg (41). Weniger als in Göttingen wird in Minden (15 Euro), Recklinghausen (13), Pirmasens und Heide (12), Traunstein (10) und Ingolstadt (6) verhängt.

Ermittelt wurden die Daten vom Internet-Verbraucherportal Preisvergleich.de. Die Mitarbeiter hatten 116 Städte befragt, aber nur von einer Minderheit von 48 Städten Antwort erhalten. Alle niedersächsischen Städte außer Göttingen verweigerten eine Antwort oder behaupteten, derzeit keine Angaben machen zu können. Für diese Kommunen wurden die Zahlen geschätzt.

Die Datenerheber von Preisvergleich.de vermuten, dass die Städte und Gemeinden gerade in Wahlzeiten ungern zugeben, wie umfangreich das Geschäft mit Verwarnungs- und Bußgeldern im Straßenverkehr mittlerweile ist. Was einst offiziell der Sicherheit im Straßenverkehr diente, ist mittlerweile feste Größe in der kommunalen Haushaltsplanung. Und der Trend geht nach oben: Im Vergleich zu 2010 ist die Summe von Verwarnungs- und Bußgeldern 2011 um neun Prozent gestiegen.

Die 116 angefragten Städte kassierten – teilweise geschätzt – im Jahr 2011 etwa 450 Millionen Euro aus Verkehrs- und Parkvergehen ihrer Bürger. In dieser Summe sind noch nicht einmal die Beträge enthalten, die von der Polizei eingenommen und nicht an die Kommunen abgeführt werden, weil sie beispielsweise an die Bußgeldstellen der Landeskassen gehen.

In Göttingen dürfte die Summe der Buß- und Verwarnungsgelder im laufenden Jahr in etwa der Summe des Vorjahrs entsprechen, erwartet Manfred Kuhlmann, Leiter des Fachbereiches Ordnung bei der Stadt Göttingen. Allein an Verwarnungsgeldern habe die Stadt im vergangenen Jahr gut eine Million Euro eingenommen.

Landkreis kauft 2013 eine weitere Kamera
Im Landkreis Göttingen ohne die Stadt wird deutlich mehr Buß- und Verwarnungsgeld eingenommen als in Göttingen. Das liegt an der aufwendigen Blitzanlage auf dem Autobahn-7-Gefälleabschnitt Laubacher Berg. Die Kreisverwaltung ahndet die Verkehrsverstöße, dort fällt der Löwenanteil der Erlöse an. Die Einnahmen sinken aber. Waren es 2011 noch 5,56 Millionen Euro, so erwartet der Landkreis im Jahr 2013 nur noch knapp 5,44 Millionen Euro. Die stationären Messanlagen sind bekannt. 2013 will der Kreis mit einer weiteren Kamera aufrüsten, möglicherweise an der B 27 in Gieboldehausen. ft
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