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Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt erste „Stolpersteine“ in Dransfeld

Vertriebene tagtäglich wieder präsent Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt erste „Stolpersteine“ in Dransfeld

In der Stadt Dransfeld sind am Montag die ersten „Stolpersteine“ verlegt worden. Mit der Aktion soll an ehemalige jüdische Bewohner erinnert werden, die vor dem Nationalsozialismus fliehen mussten.

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Erinnerung an jüdische Bürger in Dransfeld: der Künstler Gunter Demnig mit Stolpersteinen für die Gerlandstraße 4.

Quelle: Theodoro da Silva

Dransfeld. 13 Gedenksteine mit auf Messing eingravierten Namen wurden auf dem Gehweg in der Langen Straße und in der Gerlandstraße vor den Häusern der Vertriebenen angebracht.

Stolpersteine sind eine Aktion des Kölner Künstlers Gunter Demnig, der die Verlegung in Dransfeld auch selbst ausführte. Mittlerweile gibt es Stolpersteine in Deutschland in 846 Kommunen, europaweit in 1000.

In der Langen Straße 29 und 49 wird jetzt an die Familien Dannenberg und Haas erinnert, vor der Gerlandstraße 4, gegenüber der früheren Synagoge, an die Familie des Lehrers Levi Schwalm. Die Steine lägen dort, wo die Vertriebenen früher ein- und ausgingen. Sie seien tagtäglich nun wieder präsent, sagte Ernst Achilles-Wengel, Sprecher des Dransfelder Bürgerforums 9. November, das die Aktion initiierte.

„Das ist auch ein wichtiges Zeichen, wie darauf reagiert wird, was sich in unserer Gesellschaft an manchen Stellen entwickelt“, so Bürgermeister Rolf Tobien (SPD). Zu manchen Steinverlegungen kämen Familienangehörige aus drei Kontinenten, die sich vorher nie getroffen hätten, berichtete Demnig. Sie hoffe, dass es auch in Göttingen bald Stolpersteine gebe, erklärte Jacqueline Jürgenliemk, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Göttingen.

Bislang vermeide der Rat eine Entscheidung. Ihrer Mutter sei der Stein in Hamburg für ihren Mann sehr wichtig. Ein Grab gebe es nicht.

Der Dransfelder Stadtrat hatte vor einem Jahr Stolpersteine einstimmig gebilligt. Bedingung ist, dass Hauseigentümer und Nachfahren der Vertriebenen zustimmen. Das Bürgerforum sucht noch Paten für weitere Stolpersteine. Anfang der 30er-Jahre gab es rund 40 Dransfelder jüdischen Glaubens. Die meisten konnten rechtzeitig fliehen.

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Steine zum Gedenken

Stolpersteine in Göttingen – nach einem ersten Vorstoß vor mehr als zwölf Jahren und zahlreichen Diskussionen – soll nun die Verlegung der messingbeschlagenen Gedenksteine auf öffentlichen Flächen künftig möglich sein. Mit ihnen soll der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden.

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