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Kohlmeise häufigster Gast in Göttinger Gärten

„Stunde der Wintervögel“ Kohlmeise häufigster Gast in Göttinger Gärten

Die Kohlmeise ist in Göttinger Gärten der häufigste Wintergast. Das hat die vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) initiierte „Stunde der Wintervögel“ im Januar ergeben. 109 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen beobachteten jeweils eine Stunde lang die Futterstellen in ihrem Umfeld und sichteten dabei insgesamt 4608 Vögel.

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Häufigster Gast auch in Göttinger Gärten: die Kohlmeise.

Quelle: Nabu

656 Kohlmeisen wurden in den Gärten gesehen. Zweithäufigster Vogel ist der Haussperling: 599 Tiere wurden während der Zählung registriert, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. An dritter Stelle folgt die Amsel mit 481 Tieren. Die ersten drei Göttinger Vögel haben auch in Bund und Land diese Reihenfolge inne.

Die Amsel ist in deutschen Gärten immer noch häufig zu sehen, allerdings laut Nabu mit sinkender Tendenz. Gegenüber dem Vorjahr sei ihre Zahl um mehr als vier Prozent zurückgegangen. Amseln kommen in fast jedem Garten vor, während etwa der Haussperling nur jedes zweite Grundstück besucht.

422 Blaumeisen (Platz vier) wurden während der Stunde der Wintervögel von Göttinger Vogelfreunden beobachtet. Der Grünfink landete mit 374 Nennungen auf Platz fünf, gefolgt von Feldsperlingen, die rund ein Drittel der Teilnehmer-Gärten aufsuchten. Auf den Plätzen sieben bis zehn waren Buchfink (225 Tiere), Goldammer (133), Ringeltaube (125) und Elster (110) zu finden.

Der Nabu hatte bundesweit zur Teilnahme an der „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen. Insgesamt beteiligten sich mehr als 85 000 Teilnehmer, die ihre Beobachtungsposten in den eigenen Gärten, Parks oder von Balkonen eingenommen hatten. Aus den Ergebnissen zieht der Naturschutzbund unter anderem Rückschlüsse auf die veränderten Lebensbedingungen von Vögeln. So ziehe es etwa viele Vögel, die in der „aufgeräumten und intensiv bewirtschafteten Feldflur immer weniger Nahrung finden, in die Nähe menschlicher Siedlungen. Ein Beispiel dafür sei etwa der Feldsperling, der an vielen Futterstellen nahezu ebenso häufig registriert wurde, wie sein urbaner Verwandter, der Haussperling. Auch Goldammern, Stieglitze, Fasane und Rebhühner zog es teils in die Gärten. Auch Auswirkungen der Klimaveränderung wurden aus Sicht der Auswerter bereits deutlich: Zwar verlasse immer noch der größte Teil der Zugvögel wie Singdrosseln, Hausrotschwänze, Mönchsgrasmücken oder Zilpzalpe die hiesigen Brutgebiete. Während der Winterzählung wurden aber bundesweit mehrere hundert Tiere dieser Arten gezählt.

Die nächste Vogelzählung hat der Nabu für Mitte Mai geplant: Vom 13. bis 15. des Monats soll die Stunde der Gartenvögel gestartet werden.

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