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Konnerth fordert: Rücktritt für Neuanfang

St.-Mauritius-Gemeinde Konnerth fordert: Rücktritt für Neuanfang

Der Konflikt in der Hardegser St.-Mauritius-Gemeinde beschäftigt die Menschen. Viele sind traurig, dass Pastor Daniel Konnerth weggeht, andere stellen sich auf die Seite von Kirchenvorstand oder Kantor Gerhard Ropeter. Ute Lawrenz hat beide zu den Vorfällen befragt. Konnerth hat seine Sicht dargestellt. Um den Konflikt nicht zu verschärfen, möchte Ropeter derzeit öffentlich nicht Stellung nehmen.

Pastor Konnerth, worin besteht der Konflikt in der Hardegser Kirchengemeinde aus Ihrer Sicht?

Ich erlebe den Kirchenmusiker der St.-Mauritius-Gemeinde Gerhard Ropeter als engagierten Chorleiter, der Menschen von jung bis alt für das gemeinsame Musizieren auf hohem Qualitätsniveau begeistern kann. Gleichzeitig erlebe ich, dass die über Jahre gewachsene musikalische Arbeit die Kirchengemeinde dominiert.

Wann haben Sie den Konflikt zum ersten Mal empfunden?

Auseinandersetzungen mit dem Kirchenmusiker kenne ich schon von Anfang an, also seit ich in Hardegsen bin.

Schildern Sie bitte ein konkretes Beispiel, als die Zusammenarbeit schwierig war?

Manchmal ist es die aggressive Kommunikation, die ein harmonisches Miteinander in der Kirchengemeinde erschwert. Dann taucht öfter die Frage nach dem gleichberechtigten Nebeneinander von musikalischen Gruppen und anderen Gemeindegruppen auf. Und sicherlich ist auch die von vielen gewünschte musikalische Vielfalt in der Gemeinde immer wieder Anstoß für eine Auseinandersetzung. Letztendlich entzündet hat sich der aktuelle Streit an der Frage, ob eine Kindermusical-Gruppe mit ihrer Weihnachtsaufführung in der Mauritius-Kirchengemeinde einen Platz haben soll oder nicht.

Ist eine Lösung denkbar? Wie könnte sie aussehen?

Keiner möchte, dass der Kinderchor und die Kantorei mit dem Musizieren aufhören, eine gemeinsame Zukunft unter dem Dach der Kirchengemeinde erscheint jedoch schwierig. Eine strukturelle Neuordnung, eine Verselbstständigung der musikalischen Arbeit als Verein oder Stiftung, könnte zu einem partnerschaftlichen Gegenüber führen.

Wie kann es für die Kirchengemeinde weitergehen?

Ein erster Schritt muss sein, dass der aktuelle Kirchenvorstand über das Votum der Gemeindeversammlung zurückzutreten nachdenkt. Ein Rücktritt des Kirchenvorstands würde Neuwahlen und damit auch einen Neuanfang für die Gemeinde ermöglichen.

„Bist du sauer? Bist du enttäuscht? Bist du traurig?“ heißt ein Gesprächsangebot der Gemeindejugendpflege Hardegsen zum Weggang Konnerths. Das Gespräch mit den Jugendlichen beginnt am Freitag, 20. November, um 16 Uhr im Jugendzentrum, Karl-Lechte-Weg 3.

Von Ute Lawrenz

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Unterschriftensammlung

Die Sorge, dass sie ihren Pastor verlieren könnten, treibt seit einigen Wochen viele Menschen in der evangelisch-lutherischen St.-Mauritius-Gemeinde Hardegsen um. Grund sei ein Konflikt mit dem Leiter der Kantorei. Um den Pastor zu unterstützen, haben sie mit einem offenen Brief rund 1000 Unterschriften gesammelt.

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