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Kundgebung gegen die Eroberung Aleppos

"Ihr seid nicht allein" Kundgebung gegen die Eroberung Aleppos

Dass das Assad-Regime kurz vor der vollständigen Rückeroberung Aleppos steht, bewegt auch Syrer in Göttingen: Rund 50 von ihnen haben am Donnerstag in der Innenstadt gegen den "Kriegsverbrecher" Assad und seine Unterstützer demonstriert.

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Rund 50 Syrer haben am Donnerstag gemeinsam mit einigen Göttingern gegen Kriegsverbrechen im syrischen Aleppo demonstriert.

Quelle: r

Göttingen. "Mein Körper ist hier, meine Seele ist in Aleppo", brachte es der Videoblogger Abdul Abbasi bei der Mahnwache am Nabel in der Innenstadt auf den Punkt. Ähnlich ergeht es derzeit vielen regimekritischen Syrern in Göttingen angesichts der Bilder, die sie über Nachrichten und soziale Medien erreichen. Im Bombenhagel säßen dort 100.000 Menschen fest, sagte Ahmad Dado, der Anmelder Demonstration.

Wenig Illusionen

In Redebeiträgen wurde dementsprechend das "barbarische Vorgehen" des syrischen Machthabers Baschar Al-Assad kritisiert: Schon seit Jahrzehnten regiere er mit Hilfe von Folter und Massakern - heute unterstützt von Russland, dessen Machthaber die Demonstranten ebenfalls als "Kriegsverbrecher" bezeichneten.

Doch obwohl Parolen aus der Anfangszeit des arabischen Frühlings die Mahnwache prägten, machten sich die meisten Teilnehmer wenig Illusionen bezüglich eines Sieges über das Assad-Regime. Stattdessen stand die Rettung von Zivilisten aus dem Ost-Teil der einstigen Metropole Aleppo im Vordergrund. "Es braucht politischen Druck, damit für die Menschen der Weg in andere Städte frei wird", forderte Dado.

Den Menschen Mut machen

Nicht wenige haben allerdings die Hoffnung aufgegeben: An ein Einschreiten der Vereinten Nationen will Roua Jalbout nicht mehr glauben - stattdessen gehe es ihr darum, den Menschen in Ost-Aleppo Mut zu machen: "Ihr seid nicht allein", wolle sie signalisieren, erklärte die Gymnasiastin aus Syrien. Eine Botschaft, die auch Passanten teilten - wenn auch mit gemischten Gefühlen: "Es ist ein bisschen wie bei einer Beerdigung, man weiß nicht, was man den Menschen sagen soll", sagte eine Göttingerin, die sich spontan der Demonstration angeschlossen hatte.

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