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L 569 seit dem Nachmittag gesperrt

Angekündigte Vollsperrung L 569 seit dem Nachmittag gesperrt

Die für Montag, 9. Oktober, angekündigte Vollsperrung der L569 zwischen Geismar und dem Kreisverkehr Diemarden/Klein Lengden ist am Montagmittag eingerichtet worden. Anders als befürchtet, hielten sich die Auswirkungen auf den Verkehr im südlichen Landkreis bislang in Grenzen.

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Quelle: Christoph Mischke

Göttingen/Duderstadt. Die von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim angekündigte Vollsperrung des Abschnitts war im Vorfeld von Autofahrern und Politikern heftig kritisiert worden. Bis zum 27. Oktober soll der Radweg entlang der Strecke erneuert werden.

Das Vorgehen der Straßenbaubehörde führt weiterhin zu heftigen Reaktionen von Autofahrern. Tageblatt-Leserin Kirsten Lornsen verweist auf den ohnehin massiven morgendlichen Stau auf der Reinhäuser Landstraße stadteinwärts, die jetzt auch als Umleitung dient. Auch über Rosdorf sei „zur Rushhour alles dicht“.

Nadine Popp beklagt weitere Baustellen im Stadtgebiet wie auf der Danziger Straße, die den Verkehrsfluss noch weiter beeinträchtigten. Außerdem sei die Mitteilung über die Sperrung der L 569 reichlich spät erfolgt. Wenig hilfreich ist auch, dass am südlichen Ortsausgang von Diemarden auf der ausgewiesenen Umleitungsstrecke eine halbseitige Baustelle eingerichtet wurde.

Der Radweg, der jetzt eine neue Deckschicht erhalten soll, weise kaum Schäden auf, kritisiert Jürgen Kompenhans. Andere Radwege im Kreisgebiet seien in wesentlich schlechterem Zustand.

Udo Othmer, Chef der Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim, verweist auf teils größere Risse in der Deckschicht des Radweges entlang der L 569. Nur die Risse und Brüche zu flicken, sei nicht ausreichend. Auch dann könne Wasser eindringen und in Frosttagen erhebliche Schäden verursachen. Eine Totalsanierung der Decke sei unumgänglich.

Ebenfalls ohne Alternative sei die Vollsperrung während der Sanierungsarbeiten. Seit der Fertigstellung des Radweges, bei der die Straße nicht komplett gesperrt wurde, hätten sich die Sicherheitsvorschriften für Bauarbeiten derart verschärft, dass dies heutzutage nicht mehr erlaubt sei.

Das meint auch Stephan Fürsten. Der Leiter der Straßenmeisterei Göttingen erklärt, dass die Vollsperrung unumgänglich war und durchaus Alternativen zunächst in Betracht gezogen worden. Aber: „Wir müssen hierbei insbesondere die Sicherheit der Arbeiter im Auge behalten.“ Bei der Einrichtung einer Baustelle müssten außer gesetzlichen auch arbeitsrechtliche Bestimmungen eingehalten werden. Eine halbseitige Sperrung sei wegen der geringen Fahrbahnbreite nicht möglich. „Ein Lkw hat eine Breite von etwa 2,75 Metern. Zum nächsten Verkehrsteilnehmer muss es dann einen Sicherheitsabstand von einem Meter geben. Somit ist man dann schon im Gegenverkehr, und eine Vollsperrung ist notwendig.“ Es habe zwar auch Überlegungen gegeben, die Strecke nur zwischen dem Berufsverkehr zu sperren, doch hätte dies einen zu großen Zeitverlust für die Bauarbeiten bedeutet.

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Am Montagnachmittag wurde die L569 zwischen Geismar und Diemarden gesperrt.

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Behördenchef Othmer erklärt zudem, dass die Zeit der Straßensperrung genutzt werde, um auch Gebüsch wegzuschneiden. So sei für solche Arbeiten später keine erneute Teilsperrung notwendig. Othmer räumt allerdings ein, dass die Mitteilung über die Sperrung der L 569 zwischen dem Diemardener Kreisel und Geismar schneller hätte herausgegeben werden können und sollen. Der Behördenchef versichert außerdem, dass die ursprünglich ebenfalls für Oktober vorgesehene Sanierung der B 27 zwischen Niedernjesa und Göttingen-Süd verschoben worden sei – andernfalls könne die Strecke schließlich nicht für den Umleitungsverkehr genutzt werden.

Trotz der erhitzten Debatte hielten sich die Verkehrseinschränkungen am Montag in Grenzen – auch deshalb, weil nicht wenige Autofahrer die Sperrschilder ignorierten und einfach durchfuhren. Das war kein Problem, weil die Sperrbaken auseinandergezogen waren, um Rettungsfahrzeuge und auch Busse durchzulassen: Die dürfen die Straße auch weiterhin benutzen.

Von Vera Wölk

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