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Lärmschutz vergessen: Tempolimit auf A 7

Nächtlicher Schlaf unmöglich Lärmschutz vergessen: Tempolimit auf A 7

Weil die Straßenbauer an der Autobahn den Bau von Lärmschutzwänden versäumt haben, hat die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für die A 7 ein Tempolimit verhängt.

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Zu laut: Die Autobahn an der Springmühle ist – noch – lärmschutzfrei.

Quelle: Hinzmann

Die Beschränkungen auf 100 beziehungsweise 120 Stundenkilometer bleiben gültig, bis die Lärmschutzwände nachträglich errichtet sind.

Beschwert hatten sich bereits wenige Tage nach Fertigstellung der sechs Autobahnspuren Anfang April die Einwohner der Siedlung „An der Springmühle“. Die Häuser stehen nur wenige 100 Meter westlich der Autobahn in etwa der nördlichen Höhe des Einkaufszentrums Kaufpark. Dort klafft zudem eine Lücke in der Aufschüttung beiderseits der Autobahn. Seit der Freigabe des Verkehrs, sagen die betroffenen Bewohner, sei der Lärm unerträglich geworden. Selbst bei geschlossenen Fenstern sei ein nächtlicher Schlaf unmöglich geworden.

„Dieser Lärmzustand überschreitet die Immissionsgrenzwerte bei weitem“, heißt es in dem Protestschreiben. Es sei zugesagt gewesen, die Geschwindigkeitsbegrenzung erst dann aufzuheben, wenn die Lärmschutzwände fertiggestellt seien. Die Forderung der Anwohner: „Wir erwarten sofortige Maßnahmen zur Minimierung des Verkehrslärms durch aktiven oder passiven Lärmschutz.“

Darauf hat die niedersächsische Behörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim nach gut zwei Wochen reagiert. Um den Lärm zu reduzieren, richtete die Landesbehörde „als Ersatz-Lärmschutz“ zwischen dem Parkplatz Parensen und der Anschlussstelle Göttingen jetzt ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern ein. Für den Bereich direkt nördlich der Abfahrt Göttingen wurde sogar eine Höchstgeschwindigkeit von nur 100 Stundenkilometern verfügt.

Beide Beschränkungen, erklärt die Straßenbaubehörde weiter, würden nach Errichtung der Lärmschutzeinrichtungen wieder aufgehoben. Die Fertigstellung der Lärmschutzwände, so die Behörde, sei für den Oktober dieses Jahres zu erwarten.

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