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Landfrauen Nörten-Hardenberg bieten Lehrgang an

Eierfärben Landfrauen Nörten-Hardenberg bieten Lehrgang an

Vier Wochen vor Ostern wird es Zeit, die Eier für den Osterstrauß anzumalen. Mit „Eierfärben nach Blaudruckart“ haben die Landfrauen Nörten-Hardenberg einen passenden Lehrgang angeboten.

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Konzentriert und mit ruhiger Hand: Referentin Ursula Eggers (rechts) und Karina Schmidt bringen Tupfen auf die Eier.

Quelle: Christina Hinzmann

Mit zehn Eiern, frisch ausgepustet, und einem Haarpinsel ausgestattet, komme ich ins Parenser Gasthaus Zur Erholung. Kaum ist der Eierkarton geöffnet, offenbart sich der erste Fehler. Lange habe ich nach weißen Eiern gesucht, weil ich an den weißen Stoff beim Blaudruck dachte. Braune Eier sollen es sein. „Darauf deckt die Farbe besser“, erklärt Kursleiterin Magdalena Ziegler vom Landfrauenverein am Solling. Und auch sonst ist nichts, wie ich es mir vorgestellt hatte. Keine Vorlagen, keine farbabweisende Substanz, mit denen das Ei bestrichen wird, kein Grün, das sich beim Trocknen in Blau verwandelt. 

Mit Acrylfarbe werden die Eier bestrichen. Nicht zu dünn sollen wir die Farbe auftragen. Gerade so, dass keine Nasen laufen, instruiert Ziegler die zehn malenden Frauen. Sie selbst hat sich zwei Gänseeier vorgenommen, die Ursel Gerleit mitgebracht hat, und grundiert sie gekonnt in kräftigem Blau. Auch Gelb, Braun oder Grün steht zur Verfügung. Für die letzten Pinselstriche werden die Eier wie eine Trophäe auf einen Holzspieß gesteckt. Zum Trocknen dienen die Eierkartons als Halter für die bunten „Eierspieße“. 

Ruhig ist es bei den Landfrauen geworden. Eine wie die andere streicht konzentriert die matte Farbe auf ihr Ei. Schon bald ist über den Eierkartons ein bunter Eierwald gewachsen. „Wer braucht einen blauen Pinsel“, fragt die eine, während die andere gern den Pinsel voll grüner Farbe hätte. Wer ein Ei abstellen will, muss sich vorsehen. Was noch nicht trocken ist, färbt ab. Nach fast einer Stunde fleißigen Pinselns bremst Ziegler die eifrigsten Frauen: Auch das Muster will gemalt sein. Bis alles trocken ist, wird Kaffee getrunken.

Multitalent Schaschlikspieß

Multitalente sind die Schaschlikspieße. Nicht nur als Ständer kommen sie ins Spiel. Ziegler taucht die Spitze in weiße Farbe und malt zarte weiße Blätter auf das Ei. Dann stippt sie das hintere Ende ins Weiße und drückt dem Ei kleine, weiße Punkte auf. Lieber zwischendurch einmal trocknen lassen, als versehentlich in die weiße Farbe fassen, empfiehlt sie. Was bei ihr so leichthändig aussieht, erweist sich als kreatives Zusammenspiel von Talent und Übung. Bei mir geraten die Punkte nicht gleich groß, und die Girlanden, die ich versuche, sehen eher aus wie kleine dicke Würste. Mit meinen Schwierigkeiten bin ich nicht alleine. In Ermangelung besseren Könnens, wird aus Irmgard Steinbachs Ei ein Globus mit schräg verlaufenden Meridianen. Bewundert wird Ilse Gobrechts Malkunst. Zart und herzig gelingen ihre Blätterschnüre. Ziegler hat die Gänseeier mittlerweile mit Trauben und Ranken bemalt. 

Nach zwei Stunden ziehe ich das Fazit: Zwar gab es  keine Farbverwandlung, doch insbesondere die blauen Eier mit weißem Muster erinnern sehr an Ergebnisse des Blaudrucks. Eine unkomplizierte, aber effektvolle Art, Eier für das Osterfest hübsch zu verzieren.

                                                                                                               Von Ute Lawrenz

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