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Landgericht Göttingen: Drei Jahre für versuchten Raub

Juweliergeschäft Danilschenko Landgericht Göttingen: Drei Jahre für versuchten Raub

Wegen eines versuchten Raubüberfalls auf das Juweliergeschäft Danilschenko in der Theaterstraße ist am Montag ein 33 Jahre alter drogenabhängiger Kleindealer vom Landgericht zu drei Jahren Freiheitsstrafe und Unterbringung in der Entziehungsanstalt verurteilt worden.

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Raubopfer Wolfgang Danilschenko.

Quelle: Gücke

Göttingen. Er muss als erstes seine Therapie beginnen und kann, sollte diese nach eineinhalb Jahren eine positive Prognose ergeben, einen Antrag auf Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung stellen.

Der seit vielen Jahren von Heroin abhängige Beikoch hatte am 21. November 2011 mit Sturmhaube und Sonnenbrille das Juweliergeschäft überfallen und mit einem großen Fleischmesser die Inhaber – Wolfgang Danilschenko und seine heute 84 Jahre alte Mutter – aufgefordert, sich hinzulegen.

Um seine Opfer zu fesseln, hatte er Klebeband mitgebracht. Der Juwelier hatte sich aber unerwartet gewehrt, dem Räuber in einem Kampf das Messer entwunden, ihm die Sturmhaube vom Kopf gezogen und ihn schließlich mit Hilfe herbeigerufener Passanten festgehalten.

Der Drogenabhängige hatte ein Geständnis abgelegt und behauptet, von seinen Drogenlieferanten , bei denen er Schulden habe, zum Überfall gepresst worden zu sein. Die Dealer, angeblich Russen, hätten ihn zuvor nachts in der Wohnung überfallen und verprügelt, ihn gar zum Überfall gefahren, gesagt, welches Geschäft er ausrauben solle und ihm auch das Klebeband gegeben.

Doch das Gericht glaubte dem Angeklagten diese Darstellung nicht. Wenn es wirklich Hintermänner gegeben hätte und er nur gegen seinen Willen zur Tat gezwungen worden sei, hätte er nicht ein solches Maß an Gegenwehr ausgeübt, als der Überfallene mit ihm kämpfte und ihn schließlich überwältigte, meinte der Vorsitzende Richter Ralf Günther.

Die Richter unterstellen, dass der Räuber aus eigenem Antrieb handelte. Ein  minderschwerer Fall, wie ihn noch die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer angenommen hatte, sei es nicht. Darum verhängte das Gericht sogar neun Monate mehr Strafe als beantragt. Dass der 33-Jährige aber in die Entziehungsanstalt gehört, weil die Tat Folge seiner Sucht war, darüber waren sich alle einig.

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Juwelier wird überfallen

„Ich habe gedacht, der sticht ihn ab.“ Die Seniorchefin ist noch immer aufgeregt. Am Montagabend haben sie und ihr Sohn den Angriff eines bewaffneten Räubers überlebt, der mit einem riesigen Fleischermesser auf Wolfgang Danilschenko und seine Mutter losging. Doch so einfach, sagt der 51-Jährige, wollte er seinen handgeschmiedeten Schmuck nicht hergeben. Er kann Aikido, eine eigentlich betont defensive asiatische Kampfkunst, und er überwältigte den Räuber.

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