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Landkreis Göttingen: 500 000 Euro für barrierefreie Schulen

Auf dem Weg zur Inklusion Landkreis Göttingen: 500 000 Euro für barrierefreie Schulen

Fast eine halbe Million Euro investiert der Landkreis Göttingen in diesem Jahr, um seine Schulen schrittweise barrierefrei zu gestalten. Dazu gehören Fahrstühle, damit gehbehinderte Schüler leichter Klassen- und Fachräume in oberen Stockwerken erreichen können. Dazu gehören aber auch Rampen und behindertengerechte Toiletten.

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„Eine große Erleichterung“: Vanessa Rink nutzt den neuen Fahrstuhl in der Arnoldischule.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Gerade in Betrieb genommen wurden ein Fahrstuhl, neue WCs und eine Eingangsrampe an der Arnoldischule in Göttingen (Berufsbildende Schulen I). 212 000 Euro hat der Kreis alleine dafür investiert. Zwei Behindertenparkplätze in Fahrstuhlnähe sollen noch folgen. Geplant seien in diesem Jahr noch barrierefreie Toiletten an der Kooperativen Gesamtschule in Gieboldehausen für knapp 70 000 Euro , so die Verwaltung. Und die   Haupt- und Realschule in Dransfeld (Schule am Hohen Hagen) werde mit Treppenliften ausgestattet – für 207 000 Euro .

Schrittweise bis 2018

„So soll es schrittweise bis 2018 an unseren Schulen weiter gehen“, sagte am Mittwoch Landrat Bernhard Reuter (SPD). Das habe der Kreistag bereits beschlossen. Den Fahrstuhl in der Arnoldischule wertet er als „einen großen und wichtigen Schritt“ zur Inklusion. Sie soll allen Menschen – auch und gerade Behinderten – gleiche Chancen und Möglichkeit bieten, an Bildung und Schule „teilhaben“ zu können. Den Landkreis als Schulträger stelle die Inklusion vor große finanzielle Herausforderungen, so Reuter, aber „wir werden die aufkommenden Probleme nach und nach lösen“.

Für die 18-jährige Fachoberschülerin Vanessa Rink aus Seulingen hat der Kreis bereits ein großes Problem gelöst. Nach einem Autounfall ist sie zurzeit auf einen Rollstuhl und Gehhilfen angewiesen. Der Fahrstuhl ist für sie „schon eine sehr große Erleichterung“. Mit ihm kann sie vom Haupteingang aus bis in die vierte Etage fahren, erreicht dadurch allerdings vorerst nur ein gutes Drittel der BBS-I-Gebäude. „Trotzdem sind wir sehr froh – über den Fahrstuhl ebenso wie über die anderen Umbauten“, betont Schulleiterin Edeltraud Wucherpfennig . Es sei in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass Jugendliche mit einer Behinderung konkret nach barrierefreien Wegen in der BBS I gefragt und sich dann „leider aber verständlicher Weise“ für eine andere Schule entschieden hätten.

Arbeitsgruppe eingerichtet

Für die Entscheidung, welche Schulen wie und in welcher Reihenfolge umgestaltet werden sollen, hat sich der Landkreis Hilfe geholt. Er hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der auch Betroffene und der Behindertenbeauftragte des Kreises, Wolfgang Peter, vertreten sind. Der Arnoldi-Fahrstuhl zeige jetzt, dass sich „Mut und Beharrlichkeit“ auswirken, so Peter. Vor drei Jahren habe eine Mutter erstmals an dieser Schule barrierefreie Zugänge für ihren Sohn gefordert und seitdem immer wieder nachgehakt – auch beim Landkreis. 

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