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Landkreis Göttingen: Betreuungsangebote für 34 Prozent

Auf gutem Weg Landkreis Göttingen: Betreuungsangebote für 34 Prozent

Der Landkreis sieht sich auf gutem Weg, genügend Betreuungsangebote für unter Dreijährige zur Verfügung zu stellen. Die derzeitige Angebotsquote liegt im Landkreis Göttingen (ohne Stadt Göttingen) bei 34 Prozent der Kinder.

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Göttingen. Die Betreuungsquote, das heißt die tatsächlich in Anspruch genommenen Plätze in Krippen und Kindergärten sowie Tagespflegebetreuung, liegt derzeit bei durchschnittlich 29 Prozent. Die Angebotsquote soll nach den derzeitigen Plänen auf 39 Prozent steigen.

Dieses Ergebnis einer Abfrage bei den Gemeinden stellte die Kreisverwaltung jetzt im Jugendhilfeausschuss vor. Ab 1. August greift ein Rechtsanspruch auf Betreuung auch für unter Dreijährige. Bundesweite Zielmarke ist, bis dahin für 35 Prozent aller Kinder Betreuungsangebote vorzuhalten. Der genaue Bedarf ist schwer einzuschätzen und regional stark unterschiedlich.

Alarmmeldungen auf Basis der Statistik des Bundes, dass noch 220 000 Plätze fehlen, sind aus Sicht der Kreisverwaltung „nichtssagend“ und „irreführend“. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen sei selbst im Landkreis schon sehr unterschiedlich. Angebote gibt es so in der Gemeinde Friedland zum Stand März für 59 Prozent aller unter Dreijährigen, in der Stadt Hann. Münden nur für 24 Prozent.

Nicht verpflichtet, jeden speziellen Wunsch abzudecken

In Friedland werden Betreuungsangebote tatsächlich nur für 39 Prozent der Kinder genutzt. In den meisten Gemeinden liegt das Angebot den Zahlen zufolge über dem Bedarf. Nur in den Städten Münden und Duderstadt sieht es zurzeit eng aus.

„Ob wir den Bedarf dann abdecken können, wissen wir noch nicht“, sagte Jugendamtsleiterin Angela Schmiel-Richter. Gemeinden seien nicht verpflichtet, jeden speziellen Wunsch abzudecken. Eine Absprache mit den Eltern sei wichtig. Wenn es zu Klagen kommen sollte, würde in Urteilen sicherlich abgewogen werden, wie viel Wahlrecht nötig sei und wie viel Flexibilität die Gemeinde gezeigt habe.

Der Landkreis ist für die Tagespflege zuständig. Eine Satzungsänderung zur „Klarstellung“ insbesondere der Bezahlung von Sonderzeiten morgens und an Wochenenden wurde einstimmig gebilligt.

Elternumfrage

Den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zu klären, ist Ziel eines Forschungsprojektes, das der Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstitutes und die Technische Universität Dortmund im Auftrag des Bundesfamilienministeriums bearbeiten.

Im Landkreis Göttingen nehmen die Gemeinden Friedland und Rosdorf sowie die Samtgemeinde Dransfeld und die Stadt Duderstadt in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfeplanung teil.

Zentraler Teil ist eine Elternbefragung, die jetzt beginnt. Der Landkreis bittet Eltern, ihren Fragebogen bis zum 6. Juni mit den beiliegenden Rücksendeumschlägen kostenfrei an den Forschungsverbund zu schicken.

Die Befragung sei anonym und freiwillig. Nur durch eine große Beteiligung könne eine gute Erkenntnisbasis gewonnen werden, um die Betreuungssituation in Gemeinden zu verbessern, so die Kreisverwaltung.

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dpa (Symbolbild)

Im Raum Göttingen werden im Schnitt so viele Kleinkinder in Kindertageseinrichtungen betreut, wie in keinem anderen niedersächsischen Landkreis.

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