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Landtagswahl 2013: Sieben Fragen an sieben Kandidaten Sieben Fragen an Kandidat Stefan Wenzel (Grüne)

Landtagswahl 2013 Sieben Fragen an Kandidat Stefan Wenzel (Grüne)

Windräder und Bioenergie, Kreisfusion ja oder nein, Autobahnstaus und überlastete Ausweichstrecken, Studiengebühren, Schulpolitik, Bekämpfung von Kriminalität - das Tageblatt hat den Landtagskandidaten des Wahlkreises 17 / Göttingen Stadt sieben Fragen gestellt. Hier die Antworten von Stefan Wenzel (Grüne).

1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?
Nein. Derzeit läuft eine Potentialanalyse, die alle Nutzungskonflikte bei Wohnen, Gewerbe und Naturschutz untersucht. Wir wollen eine bilanzielle Selbstversorgung der Region. Die Gemeinde Gleichen versorgt sich schon zu 77 Prozent aus Ökostrom. Für die Stadt brauchen wir etwas mehr Zeit und eine gute Kooperation mit dem Umland.
 
2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?
Ja. Der Bevölkerungsrückgang ist sehr stark, auch im Landkreis Göttingen. Wir wollen Steuergeld lieber für Kindergärten, Schulen, Kultur und Klimaschutz ausgeben und bei Verwaltungskosten sparen. Die Dienstleistungen der Kreise lassen sich hingegen mit moderner EDV-Technik bürgernäher anbieten als noch vor zwanzig Jahren.
 
3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?
Dezentral: Die Summe aller Fahrwege der Schülerinnen und Schüler ist kürzer, wenn wir die Standorte in den Mittelzentren erhalten. Dezentrale Angebote werden besser angenommen, aber für eher seltene Berufe kann der Weg auch heute schon sehr lang sein.
 
4. Studiengebühren: Ja oder Nein?
Ein klares Nein. Wir sind außer Bayern das letzte Bundesland, was noch eine Strafsteuer für Bildung erhebt.
 
5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?
Wirksam und notwendig wäre eine Ausdehnung der LKW-Maut auf alle Bundesstraßen und eine Erhöhung beziehungsweise Ausdehnung der Lkw-Maut. Das vermeidet unnötigen Verkehr, Staus und Unfälle.
 
6. GSO, DT, JT, ...: Wie viel Kultur kann/soll sich das Land leisten?
Ich hoffe eher mehr, aber das Neuverschuldungsverbot im Grundgesetz setzt Grenzen, wenn keine gerechtere Verteilung der Steuerlast gelingt: Kultur ist kein Kostenfaktor, sondern ein zentraler Beitrag zur Kreativität, zur Integration, zur Bildung und zur Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft.
 
7. Angst vor (Beispiel) ausländischen Banden: Wie wollen Sie Kriminalität bekämpfen?
Nach Gesprächen mit dem Leiter des Grenzdurchgangslagers Friedland und der Polizeiinspektion Göttingen: Durch angemessene und konsequente Reaktion auf neue Entwicklungen und insbesondere durch eine gut ausgebildete Polizei.

Hinweis: Fehler in Frage 2 korrigiert.

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