Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Landtagswahl Niedersachsen 2013: Sieben Fragen an sieben Kandidaten Sieben Fragen an Otto Worm (FDP)

Landtagswahl Sieben Fragen an Otto Worm (FDP)

Windräder und Bioenergie, Kreisfusion ja oder nein, Berufsbildende Schulen und was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer? Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten? Welche Schulform hat Zukunft und gehen Arbeitsplätze vor Umweltschutz? - das Tageblatt hat den Landtagskandidaten der Wahlkreise 15, 16, 17 und 18 sieben Fragen gestellt. Hier die Antworten von Otto Worm (FDP).

 
1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?  
Für jedes Windrad muss die gleiche Leistung aus Kohle, Gas oder Atom bereitgestellt werden, solange es kein Höchstspannungsnetz gibt und/oder Räder müssen abgeschaltet werden. Ich bin für einen Genehmigungs- und Baustopp bis Leitungs- und Verteilkapazitäten da sind. Es ist hanebüchen, neue Anlagen zu bauen, die mangels Leitungen abgeschaltet und deren nicht produzierter Strom vergütet werden muss.
 
2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?
Die Kreisfusion erhöht unsere Schulden NACH der Entschuldungshilfe um 51 Millionen oder 196 Euro pro Einwohner im Landkreis Göttingen. Die Kreisumlage kostet Göttingen dann je nach Hebesatz auf Dauer pro Jahr zwischen 1 und 2 Mio. Euro mehr. Osterode und Goslar haben gleichartige Probleme, die anders zu lösen sind als unsere. Deshalb ist die Kreisfusion in der geplanten Form für uns äußerst schädlich.
 
3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?
Dezentrale Angebote wie die jetzt bestehende Struktur halte ich für gut. Schüler und Lehrer gehen nicht in einer unübersehbaren Menschenmasse unter, das Ausbildungsniveau ist durch die Standortspezialisierung sehr gut, und strukturpolitisch ist die Beteiligung des gesamten Landkreises gut.
 
4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?
Hier gibt es leider kein Patentrezept, wir können nur versuchen, über eine ausreichende Verkehrsanbindung und die Region Göttingen-Kassel als attraktiven Lebensraum und über ein regionales Marketingkonzept mehr Bewohner zu uns zu holen. Das funktioniert aber auch nur, wenn es ausreichend Arbeitsplätze für gut ausgebildete Menschen gibt.
 
5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?
Leider hilft da nur abwarten, bis der Ausbau und die Instandsetzung der Autobahn mal abgeschlossen ist, wir können schlecht noch eine parallel bauen.
 
6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?
Aus Gesprächen mit Eltern weiß ich, dass die meisten ganz froh sind, wenn ihr Kind auf das Gymnasium geht, weil es die Verlockung des leichteren Weges über den B-Kurs nicht gibt. Die Oberschule und ein eigenständiges Gymnasium sind für mich der richtige Weg, in kleineren Gemeinden als kooptierte Gesamtschule, eigenständige Schulen unter einem Dach mit gemeinsamer Nutzung der Einrichtungen.
 
7. Das Kali-Salz aus Werra und Weser fernhalten, oder haben Arbeitsplätze im Zweifel Vorrang?
Ich halte die Idee für prüfenswert: am Mündener Hafen einen Pufferspeicher für K+S-Abwässer errichten. Per Pipeline sollte die Lauge dorthin transportiert und dann mit Schiffen über die Weser abgefahren werden. Die weitere Verschmutzung von Werra und Weser wird abgewendet und mit den Einnahmen Hafen samt Kränen finanziert. Zudem sichert zusätzliche Tonnage die Oberweser als Schifffahrtsweg.
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Die schönsten Schneebilder unserer Leser
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt