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Landtagswahl Niedersachsen 2013: Sieben Fragen an sieben Kandidaten Sieben Fragen an Wolfgang Krumbein (Linke)

Landtagswahl Sieben Fragen an Wolfgang Krumbein (Linke)

Windräder und Bioenergie, Kreisfusion ja oder nein, Berufsbildende Schulen und was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer? Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten? Welche Schulform hat Zukunft und gehen Arbeitsplätze vor Umweltschutz? - das Tageblatt hat den Landtagskandidaten der Wahlkreise 15, 16, 17 und 18 sieben Fragen gestellt. Hier die Antworten von Wolfgang Krumbein (Linke).

 
1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?  
Im Prinzip nein. Wir brauchen so schnell wie möglich eine vollständige Umstellung auf regenerative Energien. Es muss aber ein verantwortungsvoller Ausbau erfolgen, bei dem der Naturschutz Beachtung finden muss. Vor allem ist auch der Ausbau der Fotovoltaik voranzutreiben. Bioenergieanlagen müssen primär mit landwirtschaftlichen Abfallprodukten betrieben werden.
 
2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?
In der augenblicklichen Form: nein. Vorgaben aus Hannover würden dafür sorgen, dass der fusionierte Großkreis nach seiner Gründung vermehrt sparen muss. Die Bürger würden durch Wegfall von gemeindenahen Einrichtungen, von Kultur- und Sportförderungen das Gefühl bekommen, ‚bestraft’ zu werden.
 
3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?
Im Interesse der Berufsschüler brauchen wir dezentrale Angebote und den Erhalt der Berufsschulen. Wohnort, Ausbildungsplatz und Berufsschule müssen in räumlicher Nähe liegen. Dies erleichtert auch das Zusammenwirken zwischen Berufsschule und heimischer Wirtschaft.
 
4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?
Wir brauchen eine Wirtschaftsförderung für neue Arbeitsplätze. Für den Wahlkreis Münden würde sich die Förderung des Tourismus, der ökologischen Landwirtschaft und der lokalen regenerativen Energieversorgung anbieten. Ein ausreichender bezahlbarer ÖPNV und die Stärkung der Infrastruktur (z.B. gesundheitliche Versorgung, Einkaufsläden) würden die Dörfer attraktiver machen.
 
5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?
Die derzeitige Planungs- und Verkehrspolitik sorgt dafür, dass der Autoverkehr immer mehr zunimmt. Die Antwort kann nicht heißen, neue Straßen zu bauen, sondern der öffentliche Fern- und Nahverkehr muss ausgebaut, kostengünstig und dadurch attraktiver werden. Der Verkehr muss von der Straße auf die Schienen. Dann muss so geplant werden, dass Wohnen, Arbeiten und Freizeit immer weniger auseinander fallen.
 
6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?
Die einzige Schulform mit Zukunft ist die Integrierte Gesamtschule. Sie ermöglicht das gemeinsame Lernen aller Kinder, kann soziale Unterschiede am besten auffangen und lässt kein Kind zurück. Das überkommene gegliederte Schulsystem sortiert aus und stempelt ganze Gruppen von Kindern zu späteren prekär Beschäftigten oder Erwerbslosen.
 
7. Das Kali-Salz aus Werra und Weser fernhalten, oder haben Arbeitsplätze im Zweifel Vorrang?
Arbeitsplätze auch in der Kali-Industrie sollten erhalten bleiben. Politische Vorgaben müssen aber dafür sorgen, dass Werra und Weser möglichst schnell von großen Kali-Massen befreit werden. Hier zeigt sich wie so häufig, dass Politiker vor den Interessen von Unternehmen kuschen.
 
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