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Landtagswahl: So hat der Wahlkreis 17 gewählt

Rot mit grünen Hochburgen Landtagswahl: So hat der Wahlkreis 17 gewählt

Die Stadt Göttingen ist Rot. Auch wenn es in den dörflichen Stadtteilen und im Ostviertel erkennbare CDU-Bereiche und in der Innenstadt sowie in Geismar beachtlich viele Anhänger der Grünen gibt, lässt sich an diesem Ergebnis nicht rütteln. Entsprechend einfarbig ist die Karte.

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Göttingen. Zur Einordnung: Sie zeigt den Wahlkreis 17/Göttingen-Stadt. Das Stadtgebiet westlich der Leine gehört zum Wahlkreis 16/Münden.

Gewinnerin im Wahlkreis 17 ist also die SPD mit ihrer Direktkandidatin Gabriele Andretta. Sie konnte sich mit 37,7 Prozent der Stimmen einen Vorsprung von etwa zehn Punkten vor dem CDU-Kandidaten Holger Welskop auf Platz Zwei sichern. Da kann selbst ihre Partei nicht mithalten, deren Ergebnis mit knapp 30 Prozent deutlich niedriger liegt.

Offenbar haben viele Sozialdemokraten mit ihrer Zweitstimme die Grünen als avisierten Koalitionspartner in Hannover unterstützt. Und die legten im Vergleich zu 2008 auch in Göttingen kräftig zu. In einigen Stadtvierteln wie der Bereich Schillerwiese, Rohns und Teile Geismars vereinte die Partei der Grünen gar deutlich mehr Stimmen als ihr Kandidat Stefan Wenzel – und mehr als die SPD.

Andretta holte ihre meisten Stimmen mit einem Anteil von 40 Prozent und mehr in der Innenstadt und in Geismar. Damit erkämpfte sie auch die City zurück, die 2008 überraschend vom Grünen-Kandidaten Wenzel erobert worden war. Wenzel punktete am Sonntag mit Werten um 30 Prozent unter anderem im Stegemühlenweg und ebenfalls in der Innenstadt.

Sehr enttäuscht äußerte sich nach der Wahl CDU-Kandidat Welskop:  „Ich kann mir das nicht erklären“ , kommentierte er sein unerwartet schlechtes Ergebnis. Lediglich in der Oststadt konnte er Andrettas Ergebnis annähernd erreichen oder ein wenig übertrumpfen. Unterm Strich reichte es für Welskop aber nur für 27,3 Prozent. Einziger Ausreißer: 62,2 Prozent von 444 abgegebenen Stimmen im Wahlbezirk Tegeler Weg (2). 

Anders als im Landestrend schaffte die FDP im Wahlkreis Göttingen-Stadt nur in wenigen Bezirken zehn und mehr Prozent. Allerdings kamen in der Oststadt auch mehrmals 15, 16 oder gar 27,7 Prozent (Grotefendstraße) zusammen. Piraten und Freie Wähler spielten im Wahlkreis 17 nur eine untergeordnete Rolle. Dafür erreichten die Linken teilweise zehn bis zwölf Prozent. Nicht unterschlagen werden darf die NPD : Für sie stimmten 153 Wähler, verteilt über den gesamten Wahlkreis.

Die Wahlbeteiligung lag mit 62,44 Prozent in Göttingen etwas  über dem Landesdurchschnitt . Eine vergleichsweise hohe Beteiligung gab es im Kiessee-Karree (69,8 Prozent), in der Grotefendstraße und im Tegeler Weg (jeweils 68,2 Prozent).

Hier nicht abgebildet ist der gesamte Westen der Stadt vom Holtenser Berg bis zum Leineberg über Holtensen bis Knutbühren und Esebeck. Er gehört zum Wahlkreis 16/Münden. Allerdings lassen sich die Grund-Tendenzen aus dem Wahlkreis 17 weitgehend für diesen Bereich übertragen: mit höherem Zuspruch für die CDU in den Dörfern, klaren Mehrheiten für die SPD und hohen Werten für die Grünen in den dichter besiedelten Vierteln. 

 

 

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