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Landtagswahl: Viele Briefwähler verschenken Stimme

Kreuz für Wladimir Putin Landtagswahl: Viele Briefwähler verschenken Stimme

Bei der Landtagswahl am 20. Januar haben viele Briefwähler im Landkreis aus formalen Gründen ihre Stimme verschenkt. Im Wahlkreis 15 Duderstadt wurden 8,81 Prozent der Wahlbriefe zurückgewiesen, das sind 429 Stimmen. Im Wahlkreis 16 Göttingen-Hann. Münden waren es 5,9 Prozent, 307 Stimmen. 84 Wahlbriefe kamen verspätet im Kreishaus an.

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Quelle: Steffen/dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Briefwähler hatten zwar in der Regel den Stimmzettel korrekt ausgefüllt, aber sie unterließen es, ein Kreuz auf dem begleitenden Wahlschein bei der „Versicherung an Eides statt zur Briefwahl“ zu setzen.  Die Briefwahlvorstände hätten korrekt entschieden, erklärte Landrat Bernhard Reuter (SPD) im Wahlausschuss.

Die Versicherung sei nach einem einschlägigen Gerichtsurteil unerlässlich. Es müsse klar sein, ob die betreffende Person den Stimmzettel entweder persönlich oder aber lediglich als Hilfsperson gemäß dem erklärten Willen des Wählers gekennzeichnet habe.

Der Wahlausschuss billigte die endgültigen amtlichen Ergebnisse in den beiden Wahlkreisen einstimmig. Nur elf Stimmen wurden nachträglich anders gewertet als von den Wahlvorständen in den Wahllokalen. Den Wahlkreis Göttingen-Münden gewann Ronald Schminke (SPD) mit 17 898 Erststimmen vor Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) mit 13 478 Stimmen. Im Wahlkreis Duderstadt siegte Lothar Koch (CDU) mit 15 214 Erststimmen vor Doris Glahn (SPD) mit 10 979 Stimmen.

Der Wahlsonntag verlief problemlos, kurz nach 22 Uhr wurden die vorläufigen Ergebnisse an den Landeswahlleiter gemeldet. Reuter dankte den rund 1800 Wahlhelfern. Allein 148 zählten die Briefwahlstimmen im Kreishaus aus. Einige Wähler nahmen die demokratische Wahl offenbar nicht ernst.

Einer gab einen Stimmzettel mit einem Kreuz bei „Wladimir Putin“ ab, ein anderer wählte „Horst Schlämmer“, und wie fast immer tauchte auch wieder ein „A. Hitler“ auf. Andere würfelten offenbar „6 aus 49“ oder schrieben Bemerkungen an den Rand „Euch kann man nicht wählen“, „Nein zur Schließung des Kindergartens Esebeck“ und „Wahlen ändern nichts“. Alle Stimmzettel mit Zusätzen sind wie immer ungültig.

Sprüche auf Stimmzetteln bei der Landtagswahl
Eh egal alle gleich
Wladimir Putin
Ich enthalte mich der Stimme, weil das alles betrüger sind. Die unser Geld im Ausland verprassen. Das haben wir satt!
Ich will unsern Kaiser Wilhelm wiederhaben
Wenn Wahlen was ändern würden wären sie verboten!
Zweifle alles mindestens einmal an! Auch, dass eins und eins zwei ergibt!
Zeit, dass sich was ändert
Scheiße ungültig oder so!
Eigentlich wähle ich ungerne, denn Bislang ist nie irgendetwas passiert, was versprochen wurde – Soweit ich das Beurteilen kann.
Euch kann man nicht wählen
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