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Landwirt von Bulle angegriffen und getötet

Spaziergängerin findet Leiche Landwirt von Bulle angegriffen und getötet

Tödliches Unglück auf der Weide: Ein Landwirt ist auf einem Feld bei Scheden von seinem eigenen Bullen angegriffen und getötet worden. Die Polizei vermutet, dass der 58-Jährige seine aus acht Tieren bestehende Herde auf eine etwa zwei Kilometer von Scheden entfernten Weide bringen wollte.

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Quelle: Mischke

Scheden. Das Grundstück liegt unweit des Schedener Grillplatzes.

Der genaue Ablauf des Unglücks liegt nach Polizeiangaben noch im Dunkeln. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler band der Bauer vermutlich eine Kuh hinter seinen Trecker und fuhr damit vor den anderen Tieren her. Als er den noch wartenden ausgewachsenen Leitbullen auf dieselbe Art auf die Weide bringen wollte, griff ihn dieser aus bislang unbekanntem Grund an und verletzte ihn tödlich. Die Polizei spricht von „massiven Verletzungen am ganzen Körper“ des Mannes.

Die Beamten gehen davon aus, dass der 58-Jährige am späten Dienstagvormittag angegriffen wurde. Eine Spaziergängerin fand den leblosen Körper des alleinstehenden Schedener Landwirtes am Mittwoch gegen 14 Uhr auf der Weide neben seinem Trecker. 

Die Polizei entdeckte den Bullen auf der etwa 200 Meter entfernten Weide außerhalb der Umzäunung. Ein Jagdberechtigter und ein Polizeibeamter mit einer Jagdwaffe erlegten den Bullen gegen 16.20 Uhr mit mehreren Schüssen. Eine erste Überlegung, das immer noch aggressive Tier mit einem Blasrohreinsatz zu betäuben, wurde wegen zu großer Gefährlichkeit des Bullen verworfen. Die Einsatzkräfte konnten sich dem Tier nach eigenen Angaben nicht gefahrlos nähern. Auch ein Mitarbeiter des Veterinäramtes des Landkreises Göttingen wurde verständigt.

Die Polizei ist noch mit Befragungen beschäftigt. Wie und was genau dazu führte, dass der Mann getötet wurde, muss noch herausgefunden werden. Unter anderem wird die Frau, die den getöteten Landwirt fand, weiter befragt. Es waren Beamte der Polizei Hann. Münden, aus Göttingen und der Autobahnpolizei im Einsatz.

Von Matthias Heinzel
und Britta Bielefeld

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Polizei rekonstruiert Unglücksfall

Für die Polizei ist die Ursache des Todes eines Landwirtes auf einem Feld nordöstlich von Scheden geklärt. Wie schon nach dem ersten Anschein zu vermuten war, geht die Polizei von einem tragischen Unglück aus. Eine Obduktion des 58-jährigen Landwirts werde es nicht geben, erklärte Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz gestern. Auch von der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche freigegeben.

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