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Landwirte in Elkershausen wollen zum Abriss bestimmten Hochbehälter

Hartes Wasser fürs Vieh Landwirte in Elkershausen wollen zum Abriss bestimmten Hochbehälter

In Gedanken war der Hochbehälter fast abgerissen und ein kleines, flaches Wasserbecken entstanden, durch das die ehemalige Elkershäuser Trinkwasserquelle rinnt und aus dem gelegentlich eine Gieskanne Wasser gepumpt werden könnte. So hatte sich der Ortsrat das vorgestellt.

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Quelle: Archivbild

Elkershausen. Doch dann stellte Landwirt Christian Günther einen überraschenden Antrag: Die Landwirte und Tierhalter des Ortes, konkret in der Rechtsform des Feldwegeverbandes, beantragen, den alten Hochbehälter und damit die 1998 aufgegebene Quelle in eigene Verantwortung zu übernehmen.

Ohnehin steht der Behälter, der gespeist wird aus zwei Quellen am Grau- oder Krautberg westlich Elkershausens, auf Privatgelände, also in der Weide eines der Verbandsmitglieder. Der Landkreis hatte von der Gemeinde verlangt, dass das inzwischen nutzlose, fast ganz mit Gras bedeckte Betonbauwerk abgerissen wird.

Denn die stillgelegte Quelle werde selbst für Notfälle nicht mehr benötigt. Die Idee war, das in einem Rohr zusammengefasste Wasser beider Quellen durch das Becken und in den Graben rinnen zu leiten. Unten im Dorf speist der Graben das Feuerlöschbecken.

Die Landwirte im Dorf, immerhin sieben sind es noch, haben einen anderen Plan. Und der könnte die Friedländer Trinkwasser-Nutzer noch einiges kosten. Günther sagt es offen: „Meine Rinder brauchen kein weiches Wasser, die saufen lieber hartes.“ Die Viehhalter wollen also die alte Quelle zum Tränken ihrer Rinder nutzen.

Wasser aus eigener Quelle

Wenn in der Gemeinde nach der jüngsten Bevölkerungsbefragung erst das Wasser enthärtet und bis zu 50 Cent teurer wird, dann würden die Landwirte auf das harte Wasser aus eigener Quelle ausweichen. Mancher Kubikmeter weniger würde aus den Leitungen in Elkershausen gezapft. Und weniger Abwasser entstünde zudem.

Günther führte noch ein Argument ins Feld: Dass das Löschwasseerbasin im Dorf zu klein ist, der Wasserdruck zudem zu gering, um bei einem größeren Feuer die Löschwasserversorgung zu sichern, ist lange bekannt. Im Vorjahr bei einer Übung wurde es erneut festgestellt.

Bliebe der Hochbehälter und würde mit einem Hydranten an der Tenne gekoppelt – die Leitung liegt ja –, wäre auch dieses Problem gelöst. Dafür haben Gemeinde und Wasserverband ein neues: Darf man eine aufgegebene Quelle hergeben und damit die Gesamtheit der Wasserkunden belasten?

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