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Landwirtschaftsminister will Angebot für Praxisversuch annehmen

Blühpflanzen, Mais und Energierüben Landwirtschaftsminister will Angebot für Praxisversuch annehmen

Gibt es eine praktikable Alternative zum Mais als Energiepflanze? Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) jedenfalls glaubt das. Im Landkreis soll das jetzt ausprobiert werden.

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Energiepflanzen: Blühpflanzenmischungen oder Mais?

Quelle: dpa

Göttingen. Meyer hatte Anfang Januar im größten Hörsaal der Göttinger Uni erklärt, dass Blühpflanzenmischungen dem Maisanbau ebenbürtig seien und er nicht verstehen könne, warum die Landwirte das nicht umsetzten. Achim Hübner, Geschäftsführer des Göttinger Landvolkverbandes, hatte dem Minister einen Test angeboten und eine Fläche von zehn Hektar.

Anschließend könne der Pflanzen-Mix in der Biogasanlage Rosdorf ausprobiert werden. Das Landvolk hakte danach mehrmals beim Minister nach und erinnerte an das Angebot. Leider falle es uns schwer, Biogasanlagenbetreiber oder Lieferanten für Blühpflanzen zu gewinnen, da Erträge deutlich hinter denen von Mais zurückblieben, so Hübner und der Landvolkvorsitzende Hubert Kellner in einem Schreiben an Meyer.

Wenn Erträge nun das angedeutete Niveau erreichten, wäre es möglich, sehr viel mehr Artenvielfalt in die Biomasseproduktion zu bringen. „Wir stehen zu unserem Wort.“

Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie

Als Reaktionen ausblieben, wendete sich das Landvolk auch an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und örtliche Landtagsabgeordnete. Jetzt meldete sich das Ministerium. Es bestehe eine gute Möglichkeit, die angebotenen Flächen in ein Landesprojekt zu integrieren, erklärte Ministeriumssprecherin Natascha Manski auf Anfrage.

Wenn Interesse an dem Projekt bestehe, könne das Landvolk in Bezug auf die Einzelheiten gerne Kontakt aufnehmen mit dem Fachreferat für Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie sowie dem Kompetenzzentrum 3N. Das Landwirtschaftsministerium befasse sich seit Jahren mit der Thematik.

Für die energetische Nutzung werde intensiv nach Alternativen wie Blüh- und Wildpflanzen, Durchwachsende Silphie oder Energierüben gesucht. Ein vielversprechender Ansatz wäre die Integration von Wildpflanzen für die Biogaserzeugung in Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, heißt es in Meyers Antwortschreiben.

Das Landvolk geht davon aus, „dass der Minister wie zugesagt eine kostenneutrale Lösung für uns parat hat“. Im Landkreis wird derzeit nur auf rund fünf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Mais angebaut.

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