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Lange Warteschlangen bei der Autowäsche in Göttingen

Gutes Wetter Lange Warteschlangen bei der Autowäsche in Göttingen

Kaum scheint einmal die Sonne, schon stauen sich die Autos vor den Waschanlagen in Stadt und Land. Die einen wollen das Streusalz herunterwaschen, die anderen in der ungewohnt gleißenden Sonne mit einem ebensolchen Wagen herumfahren.

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Auch bei der Waschanlage von Formula Wash am Kaufpark: Wer ein sauberes Auto will, muss warten.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Rosdorf. Manche lassen ihren Wagen mal schnell durch die Waschstraße rollen, andere schwören auf Handwäsche – Göttinger Waschanlagen bieten beides.

Dienstagnachmittag an der Waschanlage am Kaufpark: Ein gutes Dutzend Autos, die Hälfte davon auf den ersten Blick sauber, steht vor der Einfahrt der Waschstraße von Formula Wash. Auch vor den Einzelwaschboxen warten die Autofahrer geduldig. An anderen Waschanlagen im Stadtgebiet sieht es ähnlich aus.

„Das geht seit vergangenem Sonnabend so“, sagt Heiko Ludewig, Chef des Waschparks Rosdorf. Die Anlage für Handwäsche mit vier Einzelboxen und einer offenen Waschmöglichkeit ist seit zwei Jahrzehnten in Betrieb, Ludewig hat daher viele Stammkunden.

Einer, der immer wieder kommt, aber auch mal woanders wäscht, ist Bernward Röbbeke. Normalerweise wäscht der Göttinger seinen roten Kombi alle vier Wochen. Im Winter, sagt er, lohne sich das nicht so richtig, weil der Wagen schnell wieder schmutzig wird. Dann fährt der Tageblatt-Leser bestenfalls mal schnell durch die Waschstraße.

Häufig falsch gepflegt

Jetzt aber, im lange vermissten Sonnenschein, geht Röbbeke mit größerem Aufwand zur Sache: „Ich habe einfach keine Lust auf einen dreckigen Wagen.“ Eine Stunde lang geht er gründlich zur Sache, opfert eine ordentliche Anzahl von Münzen und wischt sein Gefährt danach nicht nur von außen trocken, sondern auch von innen sauber. Danach strahlt der Wagen wie frisch vom Fließband gerollt.

Nicht alle Kunden des Rosdorfer Waschparks gehen allerdings so fachgerecht vor wie Röbbeke. Den häufigsten Fehler, sagt Betreiber Ludewig, „machen Leute, wenn sie gleich mit der Waschbürste auf den schmutzigen Lack gehen, ohne das Auto abzuspritzen. Solche Kunden sparen 50 Cent für eine Münze, reiben dann aber den Dreck auf dem Lack herum . Das gibt Kratzer. Und nachher soll dann die Waschanlage schuld sein.“

Für größere Fahrzeuge hat Ludewig tageweise eine mobile senkrechte Bürstenwaschsäule in Betrieb. Denn auch Lastwagen, sagt der Waschpark-Chef, seien seit Schönwetterbeginn am vergangenen Sonnabend verstärkt vorgefahren.

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