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Großer Andrang bei Post und Co.

Lange Warteschlangen in Göttingen Großer Andrang bei Post und Co.

Lange Warteschlangen am Dienstag vor dem Postbank Finanzcenter, der Hauptpost am Bahnhof in Göttingen. Vor Weihnachten wollen zahlreiche Göttinger ihre Pakete verschicken. Doch dafür müssen sie derzeit viel Zeit einkalkulieren. Der Grund: Lediglich drei Postmitarbeiter sind für die rund 80 wartenden Kunden im Einsatz.

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Damit das Weihnachtspaket noch pünktlich ankommt, müssen Kunden sich an gewissen Fristen halten.

Quelle: dpa

Göttingen. „Eine Zumutung, wie die Postbank ihre Kunden hier behandelt“, beschwert sich ein Kunde. Anstehen in dieser Form habe er noch nicht erlebt.

Was ist los bei der Deutschen Postbank? Bereits am vergangenen Donnerstag und Freitagvormittag wurde die Postbank-Filiale am Bahnhof geschlossen. Grund dafür war ein unerwartet hoher Krankenstand. „Die kurzfristigen Ausfälle führten zu einem personellen Engpass“, erklärt Postbank-Sprecher Ralf Palm. Aus Sicherheitsgründen müsse für Kunden und Mitarbeiter jederzeit das Vier-Augen-Prinzip gewährleistet sein. Kein Mitarbeiter dürfe im Kassenbereich oder bei der Paketverwahrung alleine bleiben. Seit der kurzzeitigen Schließung ist der Standort am Bahnhof wieder regulär geöffnet. Doch die Personaldecke ist offenbar weiter dünn - trotz des enormen Andrangs von Kunden.

Diese wenig kundenfreundliche Personalpolitik der Deutschen Postbank, die seit 2010 der Deutschen Bank gehört und derzeit zum Verkauf steht, stößt auf Kritik. Die Gewerkschaft Verdi spricht sogar von einem bundesweiten System. „Der Konzern schließt jeden Tag bundesweit bis zu 60 Filialen“, sagt Markus Westermann von Verdi in Hannover. „Durch den Umbau von Filialen, aber auch krankheits- und urlaubsbedingt kann es zu temporären Schließungen von Filialen bei der Postbank kommen“, räumt auch Palm ein.

Für Kunden, die vor Weihnachten ihre Geschenke verschicken wollen, ist ein Ausweichen auf andere Poststellen im Kreis Göttingen nur bedingt möglich. Denn auch andere Post-Filialen verzeichnen in den Tagen vor Weihnachten einen regelrechten Ansturm von Kunden. Immerhin verdoppelt sich im Monat Dezember das Aufkommen an Paketen. „Bundesweit rechnen wir mit acht Millionen Paketen pro Tag“, sagt Jens-Uwe Hogardt, Sprecher bei der Deutschen Post DHL Group. Da lohnt es sich schon im Vorfeld rechtzeitig zu planen.

Abgabetermine beachten

Damit das Weihnachtsgeschenk auch wirklich pünktlich ankommt, müssen ein paar Dinge beachtet werden: Dieses Jahr liegt Heiligabend auf einem Sonnabend. Die Annahme- und Abholstellen der Deutschen Post sind bis 12 Uhr an Heiligabend geöffnet. Wenn das Weihnachtsgeschenk für eine Adresse in Deutschland bestimmt ist, sollte das Paket bei der Deutsche-Post-Tochter DHL spätestens am 22. Dezember bis 18 Uhr abgegeben werden. In einer Postbank-Filiale ist die Abgabe bis zum 23. Dezember um zehn Uhr morgens möglich.

Bei den Nachbarländern Deutschlands endet die Frist am 16. Dezember, bei anderen europäischen Ländern am 12. Dezember. Bei anderen Paketdiensten gelten ähnliche Zeiten: DPD- und Hermes-Kunden können Pakete bis zum 22. Dezember um zwölf Uhr abliefern. Expresspakete (mit Service Samstagszustellung)sollten bei einer Abgabe am 23. Dezember noch rechtzeitig ankommen. Die Paketdienstleister bieten auf ihren Internetseiten Laufzeitrechner an. Dort kann der Kunde nachlesen, wann er sein Paket abgeben muss, damit es rechtzeitig zum Fest ankommt.

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