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Laster brennt im Tunnel: Mit Apfelsaft gelöscht

Reifenbrand im Heidkopftunnel Laster brennt im Tunnel: Mit Apfelsaft gelöscht

Mit Apfelsaft hat in der Nacht zu Dienstag, 5. Januar, ein 59 Jahre alter Fernfahrer aus Magdeburg versucht, den brennenden Reifen seines Tanklastzuges zu löschen. Und das mitten im 1,7 Kilometer langen Heidkopftunnel. An dem mit Saft beladenen Transporter war um 1.27 Uhr ein Reifen geplatzt. Er hatte 750 Meter innerhalb der Tunnelröhre Feuer gefangen. Binnen 35 Sekunden standen die Reifen der vorderen Aufliegerachse in Flammen.

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Auswertung der Filme: Martin Roloff und Michael Paul (u.) von der Autobahnmeisterei.

Quelle: Rudolph

Doch das automatische Brandalarm-System, so Martin Roloff von der Autobahnmeisterei Göttingen, habe perfekt funktioniert. Nach vier Minuten löste die Alarmierung aus, automatisch wurden die Röhren des Tunnels für den Verkehr gesperrt, Licht ging an und riesige Ventilatoren drückten den in der Nordröhre aufsteigenden Rauch nach Westen zum Tunnelausgang bei Reiffenhausen.

Unterdessen waren Polizeibeamte von der Gegenröhre aus zum Brandherd vorgedrungen, hatten aus den Rettungsräumen und -nischen Feuerlöscher mitgebracht. Sie leerten insgesamt sechs Pulverlöscher. Doch es erging ihnen wie zuvor dem Lastwagenfahrer, der trotz Bord-Feuerlöscher und eimerweise Apfelsaft der Flammen nicht Herr wurde. Erst als nach 15 Minuten die Feuerwehren aus Heiligenstadt und Friedland eintrafen, wurden die Flammen niedergekämpft. Der Lkw-Fahrer hatte zu diesem Zeitpunkt seine Zugmaschine schon abgekoppelt und aus dem Tunnel gerettet. Er selbst hatte eine Rauchgasvergiftung erlitten und verbrachte den Rest der Nacht im Krankenhaus. Der Schaden wird mit rund 10 000 Euro beziffert. Beschädigungen an den Tunneleinrichtungen gab es nicht.

Weil zur Unglückszeit wenig Verkehr herrschte, hatte nur ein Personenwagen die Brandstelle passiert. Der Fahrer hatte sofort die Feuerwehr alarmiert. Mit 90 Einsatzkräften waren die Wehren vor Ort. Ein Szenario wie das aus der Nacht zu Dienstag war in den letzten drei Jahren seit Fertigstellung des Tunnels der Deutschen Einheit von den örtlichen Feuerwehren rund 20 Mal geübt worden. Es war das erste echte Feuer in dem als besonders sicher geltenden Tunnel. Dieser war für mehrere Stunden gesperrt. Auch in der Unglücksröhre rollte ab 4.21 Uhr der Verkehr wieder.

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Stromausfall legt Elektrik lahm

Aufgrund eines technischen Defekts war bereits am Sonntagmittag, 12. Juli, die Stromversorgung des Heidkopftunnels an der Autobahn 38 ausgefallen. Folge: Der 1,7 Kilometer lange Tunnel musste gesperrt werden, und der Verkehr quälte sich in kilometerlangen Schlangen durch die niedersächsisch-eichsfeldischen Dörfer entlang der Umleitung.

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