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Lebensgefährtin der eigenen Ehefrau vergewaltigt

Vergewaltigungsprozess Lebensgefährtin der eigenen Ehefrau vergewaltigt

Wegen Vergewaltigung und Körperverletzung hat das Landgericht Göttingen einen 56 Jahre alten arbeitslosen Kraftfahrer aus dem Landkreis Northeim zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

In einem Ferienhaus in Schweden hat der Familienvater nach Überzeugung der Richter in der Nacht zum 8. April 2009 sich unbekleidet der Frau genähert, sie von hinten festgehalten, ihr einen Lappen in den Mund gestopft und sie zweimal vergewaltigt.

Die Konstellation, so der Vorsitzende August-Wilhelm Marahrens, sei einmalig: Der Angeklagte lebt von seiner Frau getrennt. Diese ist in einer lesbischen Beziehung mit dem Opfer zusammen. Im April begleitete der 56-Jährige die Bekannte nach Schweden, um die Heizung im Ferienhaus zu reparieren. Dabei sei es passiert.

Während der Angeklagte bis zuletzt bestritt und Revision ankündigte, hält das Gericht die Tat für erwiesen. „Das kann man sich nicht ausdenken“, sagte Marahrens zur Schilderung des Opfers, das die Richter als glaubwürdig einstuften. Allein ihre Reaktion auf die Behauptung, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen, habe überzeugt. „Aber doch nicht mit dem!“, habe die Frau empört ausgerufen. In dem Prozess mussten zahlreiche Zeugen gehört werden und „jede Menge Dreck“ sei auf die Zeugin gekippt worden, um sie unglaubwürdig erscheinen zu lassen, sagte der Richter in der Urteilsbegründung.

Jürgen Gückel

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