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Legendäre Basketball-Truppe trifft sich nach 32 Jahren in Göttingen

ASC Göttingen „Re-Union“ Legendäre Basketball-Truppe trifft sich nach 32 Jahren in Göttingen

Sie begründeten eine goldene Basketball-Ära in Göttingen. Fünf Titel holten sie zwischen 1980 und 1985. Tausende jubelten ihnen zu. Jetzt wollen sich die legendären Basketballer des ASC Göttingen 32 Jahre nach ihrem letzten Titel zu einer Party in Göttingen treffen – mit Freunden, Wegbegleitern und Fans im Ade.

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Proben schon mal für das rauschende Fest: (v.l.) Ulli Frank, Terry Schofield und Dirk Weitemeyer vor ihrem ehemaligen Stammlokal Ade.
 

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen.  Organisiert hat das Ganze Göttingens Basketball-Ikone Ulli Frank (54). Im Frühjahr, so erzählt er, habe er mit Nowitzki-Entdecker Holger Geschwindner zusammengesessen. Nach all den Jahren müsste man die Spieler von einst doch mal wieder zusammenbringen, überlegten sie. „Holger hat irgendwann gesagt: ’Der einzige, der das schafft, bist du’“, erzählt Frank. Also sagte er sich: „Nicht reden, machen.“ Er kontaktierte den ehemaligen Kapitän Wilbert Olinde, der in Hamburg wohnt und zu dem Frank seit damals ein sehr freundschaftliches Verhältnis hat. „Wenn du dabei bist“, sagte er zu Olinde, „dann organisiere ich das.“ Und Olinde war dabei.

Unglaublicher Zusammenhalt

Seitdem ist Frank im „Re-Union“-Fieber. „Überall haben wir hingeschrieben, mit vielen gesprochen, und alle sind total begeistert, dass so etwas nach 32 Jahren passiert“, sagt der 54-Jährige. Bis jetzt haben gut 20 Spieler, Funktionäre und Weggefährten zugesagt, darunter Ingo Mendel, Armin Sowa, Erhard Apeltauer und Dirk Weitemeyer,. „Leider können Mike Jackel, Bob Peters und Reiner Kolodinski nicht kommen, aber sie sind in Gedanken bei uns“, sagt Frank. Denn noch heute gebe es einen unglaublichen Zusammenhalt zwischen den Spielern von damals.

„Ich freue mich riesig auf die alten Jungs“, sagt Frank. „Das war eine sehr schöne Zeit, und die wollen wir jetzt hochleben lassen.“ Gefeiert werden soll am 20. Oktober um 19 Uhr im Altdeutschen (Ade) an der Prinzenstraße. „Das wird eng, aber da haben wir früher immer gefeiert – zusammen mit den Fans.“ Nach den Spielen in der Godehardhalle ging es zusammen rüber in die Kneipe. Früher war das ganz normal: „Wir waren Stars zum Anfassen“, erzählt Frank. Besonders kurios: Nach der Meisterschaft 1983 habe das Aktuelle Sportstudio Wilbert Olinde eingeladen. „Der hatte bei dem Interview eine Burger-King-Krone auf. Keine Ahnung, woher er die hatte, aber das war irre“, sagt Frank und lacht. Danach ließ sich Olinde vom Fahrdienst des ZDF nach Göttingen fahren. Na klar, er wollte ins Altdeutsche. Dort feierten drinnen und draußen Hunderte von Menschen. Die Party mit den Frauen, Freundinnen, Fans und Förderern dauerte bis in die Morgenstunden.

Junger Hase

Frank war damals der Jüngste. Mit 17 Jahren war er 1981 in die USA gegangen. Dort wurde er mit seinem Highschool-Team prompt Meister. Als er ein Jahr später zurückkehrte, wollte er eigentlich sein Abi machen. Doch dann kam er in den ASC-Kader – und setzte sich schließlich durch. „Du warst in den USA, weißt, was du geleistet hast. Da habe ich einen Schritt gemacht“, erinnert sich Frank. Dennoch: „Ich war ein junger Hase damals.“ Aber Trainer Terry Schofield habe ihm immer wieder eine Chance gegeben. Und 1983, in seiner ersten Saison, wurde Frank sofort Meister. Nicht nur deswegen hat er auch heute noch ein enges Verhältnis zu seinem Förderer von damals. Außerdem lebt Schofield in Göttingen – und ist natürlich am 20. Oktober mit von der Partie.

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32 Jahre nach dem letzten Titel-Gewinn wollen sich die legendären ASC-Basketballer wieder in Göttingen treffen – mit alten Wegbegleitern, Freunden und Fans

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Ohnehin ist der Kontakt zu den meisten Weggefährten von damals nie abgebrochen. „Wir haben zusammen Meisterschaften, Pokalsiege und Europapokalspiele erlebt“, sagt Frank. „Für mich ist das ein Privileg, solch tolle Menschen kennengelernt haben zu dürfen. Dabei sind lebenslange Freundschaften entstanden. Wenn man sich heute anruft, ist es wie früher“, erklärt Frank, der lächelnd ergänzt: „Alle sind so euphorisch, weil die Erinnerung noch so wach ist. Du drückst auf einen Knopf, uns es ist wie gestern. Früher war zwar nicht alles besser, aber es war schön.“

Das soll nun am Freitag, 20. Oktober, gefeiert werden. Um 19 Uhr beginnt die Basketball-Sause im Ade, Prinzenstraße 16, mit einem „Meet & Greet“. „Es sollen alle kommen, Freunde, alte Weggefährten und Fans“, betont Frank. Und dann wollen sie zusammen noch einmal so feiern wie damals nach ihren Titelgewinnen. Denn: „Hier regiert der ASC.

Fünf Titel in fünf Jahren

Die Basketballer des SSC Göttingen sicherten sich am 22. März 1980 den Titel, wenige Tage bevor ihr Verein mit der TG 1846 zum ASC 46 fusionierte. Die 2000 Besucher in der restlos ausverkauften Godehardhalle feierten die Mannschaft von Terry Schofield stundenlang, die sich zuvor 68:63 gegen TuS 04 Leverkusen durchgesetzt hatte. Zwei Endspiele gab es im März 1983. Beim BSC Saturn Köln setzten sich die ASC-Basketballer in der ersten Partie um die Deutsche Meisterschaft denkbar knapp mit 68:67 durch, eine Woche später gewann das Team von Terry Schofield das Rückspiel mit 64:60 und ließ sich von den Fans in der ausverkauften Godehardhalle feiern. Mit dem Titel verabschiedet hat sich Reiner Kolodinski. Der 24-Jährige hatte sich von Beginn an ein zeitliches Limit in Göttingen gesetzt – und kehrte zurück nach Los Angeles. Ein Jahr später gab es zum Saisonfinale die Wiederauflage der Vorjahres-Endspiele: Mit einem 81:73 war der Titelverteidiger vor ausverkauften Rängen in der Godehardhalle im Hinspiel gestartet. Ingo Mendel (23) und Mike Jackel (21) machten gemeinsam mehr als die Hälfte der Punkte. 86:77 gewannen die ASCer das Rückspiel. Hinzu kamen zwei Pokalsiege 1984 und 1985. Bis jetzt haben beim „Meet & Greet“ am 20. Oktober um 19 Uhr im Altdeutschen in Göttingen zugesagt: Erhard Apeltauer, Heiner Boeder, Sven Detken, Dirk Dorra, John Dronsella, Ulli Frank, Holger Geschwindner, Christian Grahl, Udo Hahne, Bernd Janke, Johannes Klapper, Kai Limburg, Eckhard Lodders, Ingo Mendel, Wilbert Olinde, Terry Schofield, Armin Sowa, Götz von Richthofen, Dirk und Jörg Weitemeyer.

Von Andreas Fuhrmann

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