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Linden fällen oder Eingang verlegen

Friedhof-Probleme Linden fällen oder Eingang verlegen

Erst hat der Blitz eingeschlagen: Eine Eiche im Pfarrhof musste gefällt werden und soll künftig eine Holzstele für den Friedhof abgeben. Dann war Donnergrollen zu hören: Pastorin Christine Wackenroder beklagte schon im voraus eine „Nicht-Wertschätzung einer Großzahl Ehrenamtlicher“, falls Ortsrat und Verwaltung nicht so wollen wie sie.

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Teurer Wurzelwuchs: Die Linden am Friedhofs-Eingang drücken den Asphalt hoch.

Quelle: Hinzmann

Am Ende war die Ortsratssitzung, in der es um die Gestaltung des Friedhofs ging, doch harmonisch. Die Lösung strittiger Themen wurde in eine Arbeitsgruppe verwiesen.

Zwei Punkte beschäftigen Ortsrat wie Friedhofsfreunde: Auf dem anonymen Urnenfeld soll künftig eine eichene Stele stehen, auf der Namensschilder ausweisen, wer hier begraben ist. Die Pastorin argumentierte im Gemeindebrief, die Menschen brauchten einen Ort zum Gedenken. Sie ließen sich anonym bestatten, um Geld zu sparen und Angehörigen die Grabpflege zu ersparen. Ein Wunsch, den Namen nicht zu nennen, werde nie geäußert.

Dagegen gab Ortsbürgermeister Hartwig Giebel (SPD) zu bedenken, dass schon 53 anonyme Urnen bestattet sind und man Namen nicht nachträglich nennen dürfe. Eine Urnenbestattung mit Namensstein sei zudem auch nicht teurer. Außerdem, so Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) drohe das Urnengrab so teuer zu werden wie eine Bestattung, je weniger Erdbestattungen es gebe. Ein Friedhof müsse eben kostendeckende Gebühren erheben. Giebel und Renate Schmalfuß (Grüne) brachten schließlich die Idee von Rasengräbern mit Namensplatten ein – pflegeleichte Grabstätten und dennoch nicht anonym.

Wurzeln im Asphalt

Keine Lösung ist hingegenbeim zweiten Problem in Sicht: Die Wurzeln zweier großer Linden drücken den Asphalt des Hauptweges am Eingang hoch. Von allen Versuchen, Wurzeln zu stutzen oder den Weg aufzupflastern, raten Fachleute ab. Das Problem würde nur verschoben, oder der Weg würde für Rollstuhlfahrer zu steil werden. Das Fällen der Bäume oder das Verlegen des Haupteinganges für viel Geld wären mögliche Lösungen – beide fanden aber keine Anhänger. Vor allem Lothar Zeuner (SPD) erinnerte, wie wenige alte Bäume es im Ort noch gebe. Heinrich Harriehausen (CDU) meinte, dass Behinderte den ebenerdigen Eingang an der Nordseite nehmen könnten, so dass der Hauptweg auch eine stärkere Steigung haben dürfe. Auch das Linden-Problem wird jetzt in einem Arbeitskreis beraten.

Von Jürgen Gückel

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