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Mahnwache mit Luther-Quiz

Aktionen von „Die Partei“ Mahnwache mit Luther-Quiz

Zwei Mahnwachen zum Thema Luther – Antisemit oder kein Antisemit – hat die Göttinger Partei „Die Partei“ organisiert. Der Platz vor dem Bahnhof und der Albaniplatz waren somit belegt.

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Mahnwache am Bahnhof mit Tobias Doeubler, Tobias Müller, Hans Clausen,David Fuchs (v.l.) und Rieke Wolters (r.).

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. „Luther war Antisemit” so der Titel der Mahnwache der Partei „Die Partei” am Albaniplatz. „Luther war kein Antisemit” war der Titel der zweiten Mahnwache am Bahnhof. Die Mitglieder der „Partei” stellten sich am Montagmittag der Diskussion mit den Bürgern. Das Interesse der Göttinger hielt sich zwar in Grenzen, diejenigen, die kamen, aber waren besonders interessiert. So wie Dirk Kneten. Der Pensionär und seine kritische Einstellung zur Kirche und zu Luther boten reichlich Gesprächsstoff - er kennt sich aus und stellt sich gerne der Diskussion über die seiner Ansicht nach „lange Kriminalgeschichte” der Kirche. Wer wollte, konnte auch an einem kleinen und reichlich kniffligem Quiz teilnehmen. Zu erraten war, von wem wohl das Zitat stammt, das Heide Hass oder Hans Clausen vortrugen: „Luther oder die Nazis?”, das war die Frage. „Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken….”. Das ist beispielsweise ist ein Zitat von Martin Luther - nicht von Adolf Hitler. Auch am Bahnhof standen Mitglieder der Partei Rede und Antwort, dort gab es ein paar Zusatz-Fragen zum Frauenbild des Reformators. „Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen” ist ein weiteres Zitat, das von Luther stammen soll. Beide Mahnwachen trugen den Titel: „Was darf eigentlich Glaube?“. Nicht nur der Tag vor der Reformation war mit Bedacht für diese Mahnwachen geplant, auch die beiden Orte. Bei einer der jüngsten Versammlungen hatten Mitglieder der rechtsgerichteten sogenannten „Volksbewegung” Pläne für eine Veranstaltung in Göttingen geäußert. Noch am gleichen Abend hatte die „Partei” ihre Luther-Mahnwachen angemeldet und so „rein zufällig” für gewisse andere Gruppierungen blockiert.

Von Britta Bielefeld

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