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Mahnmal auf jüdischem Friedhof Adelebsen enthüllt

Erinnerungstein Mahnmal auf jüdischem Friedhof Adelebsen enthüllt

Einen Erinnerungstein zum Gedenken der in der NS-Zeit vertriebenen und ermordeten Adelebser Juden ist am Sonntag auf dem jüdischen Friedhof des Fleckens enthüllt worden. Auf ihm sind die Namen der 64 jüdischen Bürger verzeichnet, für die nirgendwo ein Grabstein steht.

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Vor dem neuen Mahnmal: Harald Jüttner, Maria Gerl-Plein und Dinah Stollwerck-Bauer (2. bis 4. v. l.).

Quelle: Heller

Adelebsen. Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) erinnerte an die „furchtbaren Taten“ der Nationalsozialisten und der deutschen Bevölkerung, aber auch an die Verantwortung zur Gemeinsamkeit. Die stellvertretende Landrätin Maria Gerl-Plein (Grüne) erklärte, die damaligen Verbrechen seien „mitten in Deutschland von Deutschen verübt“ worden.

Angesichts der mit 64 Namen versehenen Glastafel äußerte der emeritierte Göttinger Theologie-Professor Berndt Schaller die Hoffnung, Rechtsextreme „mögen sich nicht an diesem Mahnmal versündigen“. Für die jüdische Gemeinde Göttingen erinnerte Harald Jüttner an die Zeit, als etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Adelebsen Juden waren, so dass der Ort „Klein Jerusalem“ genannt wurde. Die Gemeinde fühle sich Adelebsen „sehr verbunden“ – auch weil der Flecken sich sehr um die geschichtliche Aufarbeitung bemühe.

Der Friedhof liegt etwa 500 Meter westlich des Ortsausgangs an der Straße in Richtung Uslar. Auf dem an einem steilen Hang liegenden Friedhof befinden sich 219 Grabsteine, der älteste stammt aus dem Jahr 1740. Um Besuchern den Zugang zu erleichtern, hat die Adelebser Verwaltung einen Übergang vom gegenüberliegenden Fußweg über den Bach neben der vielbefahrenen Straße geschaffen.

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