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Mangel an Müll macht MBA-Arbeit teurer als geplant

Bilanz Mangel an Müll macht MBA-Arbeit teurer als geplant

Die Menschen in der Region produzieren weniger Müll. Deshalb kostet sie die Beseitigung je Tonne mehr als geplant. Denn bei gleichbleibenden Fixkosten für die Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Deiderode, die durch weniger Tonnen Abfall zu teilen sind, entsteht ein höherer Behandlungspreis je Tonne.

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Verarbeitet weniger Müll als einst geplant: Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage bei Deiderode.

Quelle: Heller

Dem trug jetzt die Verbandsversammlung des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen Rechnung. Der Behandlungspreis (Kosten je Tonne) wurde für 2010 auf 192,90 Euro festgelegt. Kalkuliert wird mit Kosten von 18,943 Millionen Euro und einer erwarteten Gesamtmüllmenge von 98 200 Tonnen. Dabei sind die Landkreise Osterode und Göttingen die Hauptverursacher der reduzierten Müllmengen. Osterode liefert voraussichtlich nur noch zwei Drittel des Mülls, der noch beim Bau der MBA geplant war. Auch der Landkreis Göttingen liefert 9500 Tonnen weniger als einst gedacht.

Weitere Faktoren beeinflussen die Kalkulation: Für Metall (3200 Tonnen) sind die Erlöspreise gesunken. Die Zusammensetzung des Mülls hat sich durch das Wegbrechen von Gewerbemüll verändert, so dass sich darin weniger verwertbares Material befindet. Energie- und Personalkosten stiegen.

Man versuche nun, so Geschäftsführer Michael Rakete, durch die Annahme biologischer Fraktionen von Dritten den biologischen Teil der Anlage noch besser auszulasten. Derzeit laufe zudem ein Versuch, Flug- und Kesselasche zu verarbeiten.
Die Versammlung genehmigte zudem den Betriebsabschluss 2008. Damals war mit 192,56 Euro je Tonne kalkuliert worden, 210,12 Euro kostete die Behandlung aber tatsächlich. Gründe waren schon damals verringerte Müllmengen (101 724 Tonnen statt kalkulierter 109 900), die Entsorgung der biologischen Feinfraktion, weil der biologische Anlagenteil nach der Havarie noch nicht lief, sowie erhöhte Rechts- und Beratungskosten durch die Auseinandersetzungen mit dem Generalunternehmer AMB.
Der Vertrag mit AMB wurde wegen des Streits zum Jahresanfang gekündigt, die Restarbeiten frei beauftragt. Noch sind mehr als eine Million Euro zu investieren. Die Anlage ist noch immer nicht abgenommen, und der biologische Prozess wird noch immer von der Herstellerfirma betreut, statt ihn in eigener Regie zu fahren.

Von Jürgen Gückel

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