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Wähler sollen entscheiden

Marktumfrage Wähler sollen entscheiden

Niedersachsens Landesregierung hat ihre Mehrheit im Parlament verloren. Grund dafür ist der Wechsel der Abgeordneten Elke Twesten von den Grünen zur CDU. Als Folge wurden Neuwahlen angesetzt. Doch was halten die Menschen aus der Region vom Parteiwechsel Twestens? Und wie sinnvoll finden sie die am 15. Oktober stattfindenden Neuwahlen?

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Plenarsaal im niedersächsischen Landtag
 

Quelle: dpa
Rolf Plieske

Göttingen. Rolf Plieske

Quelle: ve, lab

Rolf Plieske sieht als Ursachen für den Wechsel hält er zwei Szenarien für möglich. Einerseits sei ein Angebot der CDU, um Twesten zu locken, denkbar, andererseits taktisches Verhalten vonseiten der ehemaligen Grünen-Landtagsabgeordneten. „Sie musste wissen, was passiert“. Ein lockendes Angebot der CDU werfe wiederum ein anderes Licht auf Bernd Althusmann, Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen, für die kommenden Landtagswahlen. „Ich hatte Althusmann vorher anders eingeschätzt“, sagt Plieske. Zudem zieht er in Zweifel, ob Althusmann mit diesem Vorgehen bei den Wählern gewinnen kann.

Eine Vorverlegung der Landtagswahlen sei nur verständlich. Ein Rücktritt des Ministerpräsidenten Niedersachsens, Stephan Weil (SPD), sei keine Option gewesen. „Er wollte der CDU keinen weiteren Gefallen tun, sondern das Votum der Wähler haben“, so Plieske.

Heiko Neukirch

Heiko Neukirch

Quelle: ve, lab

Heiko Neukirch aus Hann. Münden ist der Meinung, dass Twesten fremdgesteuert wurde. Den Parteiwechsel der Abgeordneten verurteilt er: „Früher hat man dazu Wendehals gesagt.“ Das Vertrauen in sie habe er verloren. Die angesetzten Neuwahlen sieht er als notwendig an. Sie müssen unternommen werden, damit sich eine handlungsfähige Regierung bilden könne.

Marie Gubrecht

Marie Gubrecht

Quelle: ve, lab

Marie Gubrecht sieht die Neuwahlen ebenfalls als logische Konsequenz aus dem Wechsel der ehemaligen Grünen-Politikerin. Schließlich habe die Regierungskoalition seitdem keine Mehrheit mehr und könne deshalb auch nicht mehr regieren. Nervig sei nur, dass wegen einer einzigen Person nun Neuwahlen angesetzt werden. Zu der Entscheidung Twestens hat die Göttingerin eine klare Meinung: „Es ist nicht verständlich.“ Schließlich sei sie von ihren Anhängern als Stellvertreterin der Grünen gewählt worden. Nach ihrem CDU-Beitritt weiterhin im Landtag tätig zu sein, komme nicht dem Wählerwillen nach. Vielmehr müsse Twesten eigentlich ihr Mandat niederlegen.

Verständnis für den Parteiwechsel Twestens hat dagegen Alexander Steylaers. Wenn sich eine Abgeordnete von ihrer Partei nicht mehr unterstützt fühle oder diese einen anderen Kurs einschlage, sei es nur verständlich, dass sie wechsele.

Diese Meinung teilt auch Dennis Butter. Man solle seiner politischen Meinung treu bleiben. „Grüne und CDU sind ja sehr unterschiedlich“, stellt Butter fest. Wenn Twesten nicht mehr die gleichen Interessen wie ihre ehemalige Partei habe, sei es völlig in Ordnung, zu wechseln.

Tanja Sauermann

Tanja Sauermann

Quelle: ve, lab

Tanja Sauermann denkt ähnlich über das Handeln der Politikerin. Schlussendlich sei es ihre eigene Entscheidung. „Wenn sie sich wohler fühlt, soll sie das ruhig machen“, zeigt Sauermann Verständnis für die Position Twestens. Außerdem ist sie der Meinung, dass sich erst dadurch, dass nun Neuwahlen angesetzt werden müssten, viele Menschen über den Wechsel zur CDU aufregen würden. Die nun angesetzten Wahlen empfindet die Göttingerin für notwendig, um eine geschäftsfähige Regierung zu ermitteln.

Von Verena Paul und Laura Brand

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